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Ein „Trostpflaster“ für jeden Blutspender

VonSilke VoßZum 10. Weltblutspendetag und noch dazu im 150. Jahr des Deutschen Roten Kreuzes sollte das Blutspende-Bufett ganz besonders üppig ...

Robert Plettner spielt „Vampir“: Der Krankenpfleger zapft einer Blutspenderin 500 Milliliter roten Saft ab.   Foto: silke Voß

VonSilke Voß

Zum 10. Weltblutspendetag und noch dazu im 150. Jahr des Deutschen Roten Kreuzes sollte das Blutspende-Bufett ganz besonders üppig ausfallen.

Waren.Und auch mit anderen Dingen wie Rätselbögen für Kinder, einem „Trostpflaster“, Stiften, Luftballons etc. wolle man sich für die Bereitschaft zu helfen besonders bedanken, sagte Monika Plischke vom DRK-Gesundheitszentrum Waren. Deshalb gab es sogar selbstgebackenen Kuchen am Sonnabend beim Blutspenden im Schmetterlingshaus der Wohnungsbaugesellschaft Waren-West. Bereits am Eingang stand ein „gläserner Rettungswagen“, in dem vor allem Kindern die Angst genommen werden sollte, wenn es doch einmal dazu kommt, dass sie dort mitfahren müssen.
Vor allem Stammkunden waren zum Spenden an diesem Vormittag gekommen, so wie Holger Moritz. Warum lässt er sich eine fette Kanüle in den Arm pieken, wo er doch vielleicht bei dem schönen Wetter hätte baden gehen können? „Ich wohne gleich hier um die Ecke“, begründet er seinen Einsatz. „Und außerdem will ich helfen.“ Wohl kann er sich gut in Unfallopfer hineinversetzen, denn selbst sei er noch nie in die bedrohliche Situation gekommen, Blutkonserven zu benötigen. Auch Sandra Peltz auf ihrer Liege sieht recht gelassen aus, während sie ihr roter Saft von Krankenpfleger Robert Plettner entzogen wird. „Ich vertrage das gut“, sagt die junge Frau. „Man muss vorher nur sehr viel trinken.“
Das bestätigt DRK-Helferin Silke Hufen. Aber in zwei Tagen schon sei der Flüssigkeitsverlust durch den Körper wieder komplett aufgefüllt, die Blutzellen hätten sich binnen rund 40 Tagen vollständig regeneriert. Eine Leistung, denn immerhin werden den Spendern 500 Milliliter Blut abgezwackt. Männer dürften alle acht Wochen, Frauen alle zwölf Wochen spenden, vorausgesetzt, sie sind gesund, über 18 und nehmen keine Medikamente. Blut spenden sei sogar gut, erklärt Hufen. Denn Spender selbst benötigten am wenigsten Serum im Notfall. Das Knochenmark nämlich sei gut, Blutzellen immer wieder neu zu produzieren. Und: Die Spender sind immer auf dem Laufenden, was ihren körperlichen Zustand betrifft, denn sie werden regelmäßig ärztlich kontrolliert. 2012 zählte das DRK 3727 Spendewillige, jedoch rund 200 weniger als im Vorjahr.

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