Festspiele-Abschluss auf Schloß Ullrichshusen:

Ein wahrhaft „knackiges“ Dankeschön-Fest

500 Gäste feiern eine gelungene Saison beim Krebsessen auf Schloss Ulrichshusen. 350 Kilo Schalentiere werden in heiterer Atmosphäre verzehrt.

Bitte lächeln! Roman Jahnel tut dies gern den ganzen Abend, während er die Gäste mit den begehrten Krustentieren versorgt.
Bitte lächeln! Roman Jahnel tut dies gern den ganzen Abend, während er die Gäste mit den begehrten Krustentieren versorgt.

Dass sich die Festspiele zu einem Ereignis von Weltniveau inmitten norddeutscher Provinz gemausert haben, wie sich der scheidende Intendant Matthias von Hülsen vor 500 geladenen Gästen ausdrückte, wurde am Sonnabend im Festspielort Ulrichshusen einmal mehr deutlich - und in gelöster, fröhlicher Atmosphäre gefeiert. 350 Kilo Schalentiere wurden dazu beim traditionellen Krebsessen im Schloss und fackelbeleuchtetem Schlossinnenhof geknackt - nach Musik wie einem leichtem Soufflé und schwerem Cognac des polnischen Komponisten Moritz Moszkowski und der munter sich tummelnden Schubertschen „Forelle“ als musikalischer Aperitif in einem Konzert, das auf keinem Festspielprogramm steht.

Denn die Festspiele und Alla sowie Helmuth von Maltzahn gaben ein Dankeschönfest für Förderer, Freunde, Sponsoren. Ein Kreis, der beachtlich gewachsen ist: 1300 enge Festspielfreunde, 200 große Sponsoren und 170 Stifter, die zusammen über 90 000 Euro und damit etwa die Hälfte des Etappenziels der Festspiele gestiftet haben. Sie sorgen dafür, dass jährlich 10 000ende Musikliebhaber, davon die Hälfte von außerhalb des Landes, Mecklenburg Vorpommern in all seiner landschaftlichen und kulturellen Vielfalt wie Schönheit wahrnehmen. Runde Zahlen aus dem Mund des Ministerpräsidenten und Schirmherrn der Festspiele, Erwin Sellering, somit die große Bedeutung für die Außen-Wirkung der Festspiele, die das Land zum Klingen bringen, betonend. Das aber letztlich nur durch die tiefe Liebe der Künstler zur Musik möglich sei, unterstrich Matthias von Hülsen seinerseits wortreich.

Einen Beweis dafür lieferten internationale Musiker für ein Festspiel-Projekt, die der Amerikaner Daniel Hope humorvoll als die „Academy of St. Maltzahn in the Fields“ vorstellte: darunter der Pariser Kontrabassist Stéphane Logerot, der schon mit Quincy Jones spielte, und einer der führenden Bratschisten der Welt,  Paul Neubauer, der sogar die vielbesungenen Festspielscheunen-Schwalben imitierte.  Während es draußen in Strömen goß, prasselte in der Scheune der Beifall.

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