Kuriose Polizeigeschichten:

Einsätze mit Schwein und Schwan

Nicht immer muss sich die Polizei um Menschen kümmern. In der Region gab es auch schon so manchen tierischen Einsatz.

 Eine echte Schweinerei für die Warener Polizei. Am Dienstagnachmittag klingelte zweimal kurz hintereinander das Telefon im Revier. Ein Warener vermisste sein Hängebauchschwein, ein anderer hatte eines zu viel. Die Polizei, dein Tierfreund und Helfer. Keine Seltenheit in einer Region mit vielen Wäldern und Landwirtschaft.

„Auch wenn ein entlaufenes Hängebauchschwein schon eher die Ausnahme ist“, wie Polizeisprecherin Verena Splettstößer weiß. Regelmäßig sind die Beamten auf der Pirsch, weil Tiere entlaufen.

„Wir kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn es gefährlich für den Verkehr wird“, erklärt Rüdiger Ochlast. Der stellvertretende Revierleiter in Waren hat schon manchen tierischen Einsatz hinter sich. Dabei spielen auch schon mal die gefiederten Bewohner der Müritz eine Rolle. „Ich erinnere mich da noch an eine Schwanenfamilie“, berichtet Ochlast. Die hätte es sich auf dem Schweriner Damm bequem gemacht und für eine ganze Weile den Verkehr blockiert. Auch Anfang der Woche hatte ein Schwan den Verkehr auf der Kiezkreuzung lahmgelegt. Vor allem entlaufene Pferde und Kühe seien Fälle, bei denen die Polizei hinzugezogen wird. Weil sich die Tiere einen Weg über oder durch den Zaun bahnen, musste schon so manche Straße kurzzeitig gesperrt werden. In einem Fall stand sogar mal eine ganz Rinder-Herde auf den Gleisen. Die Suche nach den Ausbrechern sei aber beileibe keine Spezialität der Beamten. Ausgebildete Fährtenleser oder Pferdeflüsterer suche man vergebens, sagt Ochlast. „Es geht ja vor allem darum, dass das Tier sich und andere nicht in Gefahr bringt.“ Gerade einzelne Tiere ließen sich aber oft gut zureden, wenn es darum geht, die Straße zu verlassen. An den Einsatz von Betäubungsgewehr oder ähnlich schwerem Gerät kann sich Ochlast nicht entsinnen.

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