Rücktritt von Grünen-Politiker:

Eklat im Stadtparlament

Neue Besen kehren gut. Das erhoffen sich auch viele Malchower von ihrem neuen Bürgermeister René Putzar. Doch nicht bei jedem Stadtvertreter kommt seine Handlungsweise an.

Da war die Welt noch in Ordnung: Dietmar Puls (links) bekam zum Neujahresempfang von Malchows Bürgermeister René Putzar diese Plakette für sein Haus überreicht.
Da war die Welt noch in Ordnung: Dietmar Puls (links) bekam zum Neujahresempfang von Malchows Bürgermeister René Putzar diese Plakette für sein Haus überreicht.

Die Malchower Stadtvertretersitzung war keine zehn Minuten alt, als sie ihren ersten Eklat erlebte: Der Grünen-Politiker Dietmar Puls legte sein Stadtvertreter-Mandat nieder. Es soll am 29. Februar wirksam werden.

In seiner kurzen Ansprache umriss der Malchower nur knapp seine Gründe. Dabei zitierte er zwei Aussagen aus der Antrittsrede des Malchower Stadtoberhaupts René Putzar. Darin sprach Putzar von Vertrauen, Ehrlichkeit, Zuversicht, Kompetenz, Unabhängigkeit sowie Idealismus, mit denen er die Stadt nach vorne bringen wollte. An diesen Werten wolle er sich messen lassen, zitierte Puls. Zudem appellierte Putzar einst an die Stadtvertreter, mit ihm auf loyale, aufrichtige, kompetente und vertrauensvolle Weise den Neuanfang für Malchow zu wagen. 

Grünen-Stadtvertreter Dietmar Puls will und kann diesen Weg nicht weiter gehen. Er habe den Bürgermeister an seinen Worten gemessen und sei enttäuscht. Zudem erfülle das Stadtoberhaupt seine Worte nicht mit Leben.

Stadtvertretervorsteherin Elke-Annette Schmidt war nach dieser Mitteilung sprachlos. Auch von den anderen Stadtvertretern äußerte sich niemand im öffentlichen Teil der Sitzung zu dem Rücktritt.

René Putzar selbst fand aber doch noch einige Worte. Er bedanke sich für die Zusammenarbeit und hätte sich gewünscht, dass er doch den ein oder anderen Fall genannt hätte, sagte er zu Dietmar Puls.

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