Nächtliches Viehtreiben:

Entlaufene Kühe halten Polizei auf A19 in Atem

Nächtlicher Schreck für die Autofahrer auf der Autobahn 19 bei Röbel. Ausgerissene Kühe liefen auf der Fahrbahn. Ein Mann konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Nächtliche Polizeiaktion auf der A19 bei Röbel.
Patrick Seeger Nächtliche Polizeiaktion auf der A19 bei Röbel.

Junge Rinder haben den Verkehr auf der Autobahn 19 zwischen Röbel und Wittstock stundenlang behindert. Wie ein Polizeisprecher am Freitag erklärte, kam es dabei am Donnerstagabend gegen 22 Uhr trotz Polizeisperre in Fahrtrichtung Berlin zu einem Unfall. Ein Tier habe sich nicht einfangen lassen, sei wie ein Geisterfahrer in Richtung Norden gelaufen, gegen ein Auto gerannt und dabei gestorben. Der 51-jährige Fahrer blieb unverletzt, am Auto entstand rund 10 000 Euro Schaden.

Die anderen drei Tiere wurden schließlich in einen Wald geschleust. Dort konnte ein herbeigerufener Tierarzt die Tiere nach rund drei Stunden betäuben. Sie blieben unverletzt und konnten von ihrem Besitzer abtransportiert werden.

Die Jungtiere sollen am Donnerstag südlich von Röbel zwischen Bütow und Zepkow (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ausgebüxt sein. Autofahrer hätten sie „auf dem Standstreifen der A19 Richtung Berlin gesehen“, sagte der Sprecher. Was die Rinder zu der fast 20 Kilometer langen Flucht bewegte, sei unklar.