Erfolgreicher Bürgerprotest:

Projekt am Warener Volksbad geht baden

Beleidigungen, Anschuldigungen, Emotionen, stundenlange Diskussionen inklusive einer Sitzungsunterbrechung - wie im Vorfeld bereits prophezeit, entwickelte sich am Dienstagabend eine außergewöhnliche Zusammenkunft des Stadtentwicklungsausschusses.

Die Idylle trügt: Rund um den avisierten Bauplatz am Warener Volksbad brodelt es.
Andreas Becker Die Idylle trügt: Rund um den avisierten Bauplatz am Warener Volksbad brodelt es.

Passend zum Verlauf der Sitzung gab es vor zahlreichen Bürgern ein spektakuläres Ende: Hinsichtlich der geplanten Wohnbebauung Am Volksbad absolvierte die Politik eine Rolle rückwärts. Die von Investor und Projektentwickler Heiko Bartmann bereits vor Monaten vorgestellte Planung mit dreigeschossiger Bauweise und Tiefgarage wurde mit fünf zu drei Stimmen bei einer Enthaltung gekippt. Und das, obwohl bereits zuvor drei Ausschüsse ihr Okay zu den Vorstellungen des Investors gegeben hatten.

Doch der massive Protest der Anwohner und deren Kritik an den von ihnen zu leistenden Erschließungskosten sowie der drohenden starken Bauverdichtung in dem Wohngebiet ließen die Politiker wanken und zum Schluss auch fallen. Die Kehrtwende der Politik lag auch an der "Intransparenz des Verfahrens" (CDU-Volksvertreter Norbert Jarchow) und den "Mauscheleien" (FDP-Mann Toralf Schnur). Damit meinte der Liberale die mangelnde Informationspolitik der Verwaltung und die noch immer ungeklärten Einzelheiten des Grundstücksverkaufs.

In Anbetracht des von der Politik und den Anwohnern ausgeübten Drucks sicherte der Investor zu, nicht nur den Bau zu verändern, sondern sich auch an den Erschließungskosten zu beteiligen.

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