Vier Wochen nach Sprengung und Großeinsatz:

Ermittler knacken das Paket-Rätsel von Röbel

Erst beschäftigte ein verdächtiges Paket 100 Rettungs- und Spezialkräfte und schließlich noch vier Wochen lang die Polizei. Die Ermittler haben den kuriosen Fall sehr ernst genommen und wissen jetzt endlich, wer den ominösen Karton verschickt hat.

Feuerwehrleute bauten ein Dekontaminationszelt auf, in dem Einsatzkräfte von gefährlichen Stoffen befreit werden können. Zum Glück war das nicht nötig. In dem aufgesprengten Päckchen waren Stoffe, von denen keine unmittelbare Gefahr ausging.
Petra Konermann Feuerwehrleute bauten ein Dekontaminationszelt auf, in dem Einsatzkräfte von gefährlichen Stoffen befreit werden können. Zum Glück war das nicht nötig. In dem aufgesprengten Päckchen waren Stoffe, von denen keine unmittelbare Gefahr ausging.

Ein Mann in Berlin erwartet ein Paket – doch die vollkommen harmlose Fracht landet im CD-Werk in Röbel und wird dort gesprengt. Knapp vier Wochen nach dem Vorfall haben die Ermittler das Rätsel um ein verdächtiges Paket nun weitestgehend aufgeklärt.

Die mysteriöse Sendung stammte von einem Mineralwasser-Lieferanten aus der Türkei, wie Polizeisprecherin Nicole Buchfink dem Nordkurier mitteilte. „Es war ein Werbepaket“, erklärte Buchfink. Der Empfänger in der Hauptstadt habe auf das Päckchen mit Broschüren und Wasserflaschen bereits gewartet.   

Das fehlgeleitete etwa einen halben Meter große Paket hatte am 22. März im CD-Werk für einen fünf Stunden dauernden Großeinsatz gesorgt. Munitionsbergungsdienst, Gefahrgutzug des Landkreises und Feuerwehren rückten mit 100 Rettungs- und Spezialkräften an.

Besondere Vorsicht wegen Brüsseler Terror

Der mysteriöse Karton war bereits 24 Stunden zuvor in der Versandabteilung des Werkes aufgetaucht, konnte aber keinem Mitarbeiter und keiner Abteilung zugeordnet werden. Da die verheerenden Terroranschlägen von Brüssel nur wenige Tage zurücklagen, war die Sensibilität besonders ausgeprägt.

Wegen der unklaren Herkunft, der Größe, und der arabisch klingenden Adresse des mysteriösen Behältnisses wurde sicherheitshalber die Polizei alarmiert.

Experten des Munitionsbergungsdienstes durchleuchteten das Paket mit Röntgenstrahlen und entdeckten dabei auch kabelähnliche Gebilde. Da nicht genau klar war, was in dem Paket steckte, wurden drei Gebäude des CD-Werkes im Röbeler Gewerbegebiet evakuiert und der ominöse Behälter auf ein angrenzendes Feld gebracht. Dort wurde das Paket mit einem Hochdruck-Wasserstrahl aufgesprengt.

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Kommentare (3)

Ja klar Terroristen haben es auf ein CD-Werk in Röbel abgesehen und schreiben noch den Absender mit rauf.

Feuerwehr, Polizei und Munibergungsdienst bei der Bekämpfung von Wasserflaschen. Das CD-Werk suchte in seinem Unternehmen nach dem Adressaten? Die Adresse war nicht das Röbeler CD-Werk sondern eine Berliner Adresse. Stand ja groß auf dem Paket drauf. Anscheinend ist man in dem Unternehmen des Lesens nicht mächtig. Was macht diese Firma eigentlich mit falsch eingeworfenen/abgegebenen Briefen? Werden die verbrannt?

Haben Sie das Paket selber gesehen oder zugestellt oder woher wissen Sie dass die Adresse gross draufstand? Und haben Sie schon mal ein Paket aus dem Ausland bekommen? Die Adressen sind nämlich manchmal wirklich schwer lesbar oder beim Transport wurde der Adressaufdruck beschädigt, so dass der Paketdienst wahrscheinlich das Paket statt an die Niederlassung in Berlin an die in Röbel zugestellt hat.