Verdacht der Untreue auch gegen Lohmann:

Ex-Awo-Chef jetzt auch im Visier der Staatsanwälte

Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg weitet ihre Recherchen in der Awo-Affäre aus. Jetzt wird nach Aussage von Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler auch gegen den langjährigen Vorstandvorsitzenden der Awo Müritz, Götz-Peter Lohmann, wegen des Verdachts der Untreue ermittelt.  

Hier machen sich Götz-Peter Lohmann (li.) und Peter Olijnyk (Zweiter v. r.) bei einer Grundsteinlegung in Röbel für die Awo krumm. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob Lohmann und Olijnyk krumme Geschäfte gemacht haben.
NK Hier machen sich Götz-Peter Lohmann (li.) und Peter Olijnyk (Zweiter v. r.) bei einer Grundsteinlegung in Röbel für die Awo krumm. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob Lohmann und Olijnyk krumme Geschäfte gemacht haben.

Der 74-jährige Lohmann war in der Öffentlichkeit durch seine dubiose Doppelrolle massiv in die Kritik geraten und am Wochenende von seinen Ämtern als Vorstandschef der Awo Müritz und als stellvertretender Vorsitzender des Awo-Landesverbandes zurück getreten. Lohmann war über Jahre in seinem Ehrenamt als Vorstandschef der Awo Müritz oberster Kontrolleur des im Juni entlassenen Geschäftsführers Peter Olijnyk und gleichzeitig als Angestellter einer hundertprozentigen Awo-Müritz-Tochtergesellschaft Weisungsempfänger von Olijnyk. Für sein Angestelltendasein hatte Lohmann in den Jahren 2006 bis 2015 insgesamt 700000 Euro kassiert - ohne abrechenbare Leistungen zu erbringen.

Gleichzeitig hat der Vorstand der Awo Müritz mittlerweile eingeräumt, dass Olijnyk und Lohmann bei Gestaltung und Unterschrift von Verträgen gegen die Awo-Satzung verstoßen hätten. Gegen Olijnyk ermittelt die Staatsanwaltschaft seit Anfang Juli ebenfalls wegen des Verdachts der Untreue.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung