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Ex-Minister hat keine Zeit für seine Wähler

Jürgen Seidel hat sein Kreistagsmandat niedergelegt. Schuld am Ausscheiden sind die langen Sitzungen.

Am Zapfhahn: Jürgen Seidel.
Georg Wagner Am Zapfhahn: Jürgen Seidel.

Von Stund an kann Seidel, wenn der Kreistag, die Fraktion oder einer der Ausschüsse rufen, zu Hause bleiben. „Ich hatte das unterschätzt und mir anders vorgestellt“, so Ex-Landeswirtschaftsminister Jürgen Seidel, vom Nordkurier zu den Gründen der Mandats-Niederlegung befragt. Die „Zeitumfänge“, die er sich ans Bein binden musste, seien einfach zu groß geworden. „Schließlich bin ich auch noch ehrenamtlicher Vorsitzender des Landestourismusverbandes, Abgeordneter im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns und Stadtvertreter in meiner Heimatstadt Waren.“

Nachfolger ist Helmuth Freiherr von Maltzahn

Bei der Überlegung, ob er aus dem Kreistag ausscheidet oder aus der Stadtvertretung habe er sich für ersteres entschieden. „Meine Stadt liegt mir zu sehr am Herzen.“ Aber auch der „Job“ als Stadtvertreter sei nicht ohne. Gerade erst zu Wochenbeginn habe er als Mitglied im dortigen Stadtentwicklungsausschuss an einem Abend rund viereinhalb Stunden in einer Sitzung zugebracht. „Und alles, mit Landtag und Kreistag, bekomme ich nicht mehr auf die Reihe.“ Sein Nachfolger als Mitglied im Kreistag ist Helmuth Freiherr von Maltzahn, der Hotelier aus Ulrichshusen.