Fahrer berichtet:

Existenzangst! Gibt es bald keinen Bücherbus mehr?

Noch fährt Jörn Bitterlich viermal pro Woche mit dem Bücherbus von Dorf zu Dorf und versorgt Leseratten mit neuer Literatur. Von Liebesromanen, Horrorgeschichten, Kinderliteratur bis hin zu Kochbüchern hat er alles im Gepäck. Nun setzt die Landesregierung in Schwerin einen Riegel vor die Tür.

Jörn Bitterlich fährt seit 20 Jahren mit dem Bücherbus von Dorf zu Dorf.
Vera Odilia Nick Jörn Bitterlich fährt seit 20 Jahren mit dem Bücherbus von Dorf zu Dorf.

Die Landesregierung in Schwerin streicht, wie Landes-Bildungsminister Brodkorb ankündigte, die Mittel für die Fahrbibliotheken im Land. Seit 20 Jahren fährt Jörn Bitterlich den Bücherbus in den Dörfern zwischen Wittstock, Plau und Neubrandenburg und hängt an seinem Job: "Es ist sehr unschön, dass man noch nicht so recht einschätzen kann, wie der Bus weiter rollen wird."

Nicht nur für die Fahrer wäre das Wegbrechen der Fahrbibliotheken schlimm, sondern auch für die Leseratten in der Region. "Für uns ist es immer ein richtiges Highlight, wenn der Bücherbus um die Ecke biegt", sagte Nadine Hellwig. Jede zweite Woche stöbert die 27-Jährige gemeinsam mit Sohn Ben nach Büchern, Hörspielen und DVDs. Auch Ellen Creutzburg will den Bücherbus nicht missen: "Für uns ist es hier ein Treffpunkt zum Schnattern, der nicht wegfallen darf."

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