Einbruch, Nötigung, Körperverletzung:

Falsche Polizisten stürmten Wohnung auf dem Dorf

Die beiden Opfer, Mutter und Sohn, wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Plötzlich krachte es an der Tür und ein "Drogen-Bulle" schlug um sich. Jetzt stehen zwei der Täter vor Gericht.

Ein brutaler Überfall auf zwei Dorfbewohner wurde vor Gericht verhandelt.
Daniel Reinhardt Ein brutaler Überfall auf zwei Dorfbewohner wurde vor Gericht verhandelt.

Wie in Film: Die Wohnungstür flog auf, zwei Männer stürmten ins Innere, einer sichert draußen alles ab, der 32-jährige Sohn wurde umgerissen und seine Mutter an der Flucht gehindert. Mit dem Ruf "Ich bin ein Drogen-Bulle aus Neubrandenburg" sorgte einer für Angst und Schrecken und gab vor, auf der Suche nach Drogen und Geld zu sein. Spätestens als den Sohn der Familie drei Faustschläge im Gesicht trafen, wussten die Opfer Bescheid: Das sind keine Polizisten.

Vor dem Amtsgericht in Waren mussten sich am Dienstag zwei der mutmaßlichen Täter dafür verantworten. Der verdächtige Haupttäter, der falsche "Bulle", befindet sich noch auf der Flucht und wird per Haftbefehl gesucht. Die spärliche Beute des Raubzuges: 15 Euro. Die Polizei kam dem Trio auf die Schliche, weil einer der jungen Männer in dem Handgemenge sein Handy in der Küche der Opfer verloren hatte. Das Gericht sprach den einen, der draußen stehen blieb, frei, der Assistent des falschen Polizisten erhielt wegen gemeinschaftlichen Raubes und Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten aufgebrummt – ausgesetzt zur Bewährung. Außerdem muss er 700 Euro an die Opfer des Überfalls zahlen.

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