Abzocke am Telefon gescheitert:

Falsche Polizistin gaukelt Betrug vor

Eine Rentnerin bekommt einen Anruf von einer Betrügerin. Doch die Tat scheitert - die Kriminelle verliert ganz plötzlich die Lust, die alte Dame übers Ohr zu hauen.

Betrugsmasche: Die Rentnerin wurde am Telefon von einer vermeintlichen Polizistin über ihren Kontostand ausgefragt.
Lisa F. Young Betrugsmasche: Die Rentnerin wurde am Telefon von einer vermeintlichen Polizistin über ihren Kontostand ausgefragt.

Ein geringer Kontostand hat eine Rentnerin aus Malchow wahrscheinlich davor bewahrt, von einer falschen Polizistin betrogen zu werden. Die Betrügerin hatte sich am Telefon als Beamtin ausgegeben und der 80-jährigen Frau erzählt, dass ihre Kontodaten bei einem Straftäter gefunden worden seien. Die Rentnerin wurde zu ihren finanziellen Verhältnissen ausgefragt und wie viel Rente sie monatlich bekomme. Als die Rentnerin mitteilte, dass sie weniger als 100 Euro auf dem Konto habe, legte die vermeintliche Polizistin auf.

Die richtige Polizei geht davon aus, dass es die Anruferin auf die Kontodaten der Seniorin abgesehen hatte. "Die Betrügerin hat wahrscheinlich wegen des geringen Geldbetrages von der Tat abgesehen", teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei warnt nach dem Vorfall erneut vor Betrugsversuchen, bei denen vermeintliche Beamte die Herausgabe von Kontodaten, Bargeld oder persönlichen Daten fordern. "So etwas machen wir erst recht nicht am Telefon", erklärte die Polizeisprecherin. Wer bei solchen Anrufen unsicher sei, sollte bei der Polizei nachfragen - aber nicht die Nummer wählen, die einem die Anrufer geben. Besser ist: den Polizeinotruf 110 wählen oder sich die Nummer des nächsten Revieres aus dem Telefonbuch heraussuchen.

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