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Bollewicker Bürgermeister im Visier von Hackern

Eine fingierte E-Mail im Namen von Bertold Meyer machte jüngst die Runde, vorgeblich bat er darin um Geld. Nun weiß der Bollewicker Bürgermeister, von wo die Hacker-Attacke kam.

Das Mail-Konto von Bollewicks Bürgermeister Bertold Meyer wurde gehackt.
Petra Konermann Das Mail-Konto von Bollewicks Bürgermeister Bertold Meyer wurde gehackt.

Das Mail-Konto des Bollewicker Bürgermeisters Bertold Meyer wurde gehackt und eine gefälschte Hilferuf-Mail aus der Ukraine an rund 800 Empfänger gesendet. Inzwischen ist klar, von wo aus der Angriff gestartet worden ist: aus Nigeria in Westafrika. „Das hat mir mein Mail-Anbieter mitgeteilt“, so Meyer auf Nordkurier-Nachfrage. Der Mail-Anbieter selbst hatte sich bei dem Bollewicker Gemeindeoberhaupt gemeldet, nachdem die fingierte Rundmail von seinem persönlichen Email-Account verschickt worden war.

Darin hatte „Bertold Meyer“ davon berichtet, dass er angeblich in der Ukraine gestrandet sei, weil seine Tasche mit Geld, Kreditkarte und Papieren verloren gegangen sei. Der falsche Bertold Meyer bat um die Überweisung von 1650 Euro. Die Polizei hatte davor gewarnt, auf diese fingierte Mail zu antworten. Es sei nicht klar, welchen Zweck sie verfolge, wahrscheinlich gehe es aber um das Ausspähen von Computern und persönlichen Daten der Empfänger dieser Mail.

Bertold Meyer hat Anzeige bei der Polizei erstattet – nicht nur, um die Hintermänner dieser Mail zu finden. „Ich will auch auf der sicheren Seite sein, falls doch irgendwelche Forderungen an mich gerichtet werden sollten“, sagt er. Immer noch bekommt er Nachfragen, ob er noch in der Ukraine fest stecke und ob mit ihm alles in Ordnung sei, berichtet er. „Etwas Gutes hat diese Mail trotzdem: Es melden sich Leute, von denen ich schon lange nichts mehr gehört hatte. Und es hat sogar einer angeboten, selbst in die Ukraine zu fliegen, um mich zu retten.“