Was geschah in der Nacht zum 14. September?:

FDP fordert Rücktritt des Warener Stadtpräsidenten

Der nächtliche Vorfall, in den Warens Stadtpräsident René Drühl (CDU) verwickelt war, hat ein politisches Nachspiel. FDP-Stadtvertreter Toralf Schnur spricht von Arroganz und Abgehobenheit.

In der Nacht zum 14. September war der Neue Markt in Waren für einen Polizeieinsatz abgesperrt.
Stephan Radtke In der Nacht zum 14. September war der Neue Markt in Waren für einen Polizeieinsatz abgesperrt.

„Ich hätte es mir im Ansatz nicht vorstellen können, dass sich ein Stadtpräsident zu einer derartigen Entgleisung hinreißen lässt“, kritisiert Schnur den CDU-Politiker. Schnur bedauert es sehr, dass sich der Stadtpräsident „nicht seiner Verantwortung stellt und vom Amt des Stadtpräsidenten zurücktritt, um das Amt nicht noch weiter zu beschädigen“.

Zur Erinnerung: Stadtpräsident René Drühl war in der Nacht zum 14. September mit einem Bekannten aus dem Ritterkeller gekommen und nach eigenen Worten geradewegs über ein Absperrhütchen gestolpert. Andere Zeugen behaupten, Drühl habe gegen das Hütchen getreten. Dies war aufgestellt worden, um den Neuen Markt wegen eines Feuerwehreinsatzes abzusperren. Vermeintliche Zeugenaussagen, wonach er Polizeibeamte angemacht habe, wies Drühl zurück. „Ich habe niemanden beleidigt“, versichert Drühl.

Drühl wollte Heimatverbundenheit mit seiner Stadt dokumentieren

Laut Medienberichten hatte Drühl lautstark gerufen, dass „dies meine Stadt ist, ich will wissen, was hier los ist“. Damit habe er keinen Besitzanspruch oder Hoheitsdenken äußern wollen, sondern seine Verbundenheit mit seiner Heimatstadt dokumentieren wolle, so Drühl. Auch sei er nicht betrunken gewesen.

Unabhängig davon, ob Alkohol mit im Spiel gewesen sei oder nicht, ließen Drühls Äußerungen über „angeblich seine Stadt“ nach Einschätzung von Schnur tief blicken. „Solche Formulierungen würden zeigen, was einige Entscheidungsträger – hier im besonderen aus den Reihen der CDU – tatsächlich denken“, macht der Liberale deutlich. Drühls Verhalten sei mit dem Amt des Stadtpräsidenten schlicht nicht vereinbar. „Alles andere als ein Rücktritt verhöhnt doch jeden, der Werte wie Anstand und Moral noch einigermaßen vertritt“, sagt Schnur.

René Drühl kündigte am Freitagnachmittag an, zu Wochenbeginn das Gespräch mit Schnur zu suchen, um ihm den Vorfall persönlich zu erläutern.

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Kommentare (2)

Alkohol löst Zungen. Alkohol vermindert die Wahrnehmung der eigenen Lautstärke. Alkohol kann noch mehr.

Als Konsequenz bitte in Zukunft vor jedem Aufstellen eines Markierungshütchens bitte Herrn Drühl vorher anrufen, gerne auch mitten in der Nacht. Der Mann möchte schliesslich alles wissen ...