Brand im Gewerbegebiet:

Feuer vernichtet Produktionshalle

Großeinsatz in der Nacht: In Leizen brannte es in der Produktionshalle eines Tierfutter-Herstellers. Dabei ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Warum das Feuer ausgebrochen war, ist derzeit noch unklar.

Foto: Petra Konermann Durch ein Feuer wurden die Produktionsanlagen des Appelburger Futterservice im Gewerbegebiet Leizen zerstört.

Ein eigentümlicher Geruch lag noch am Mittwochmorgen im Leizener Gewerbegebiet in der Luft: Eine Mischung aus verkohlter Plastik und verbranntem organischen Material. Nur wenige Stunden zuvor, gegen 1.40 Uhr, wurde ein Brand in dem Unternehmen Appelburger Futterservice gemeldet. Im Innern der Produktionsanlage war ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehren aus Leizen, Minzow, Bütow, Fincken und Röbel samt Drehleiter waren ausgerückt, um den Brand zu bekämpfen. Zwar sei das Feuer schnell unter Kontrolle gewesen, die Produktionsstätten im Inneren der Halle aber seien stark verrußt, so Bernd Witzke, stellvertretender Wehrführer in Leizen. 

In der Produktionshalle wurde aus tierischen Schlachtabfällen Futtermittel für die Nerzfarm in Wesenberg hergestellt. Auch wenn von außen die Halle unversehrt erscheint, so bot sich am Morgen des Brandes im Inneren ein verheerendes Bild. Daran, die Produktion wieder aufzunehmen, ist in absehbarer Zeit nicht zu denken. Und genau das ist das Problem, das Geschäftsführer Jürgen Brokamp am Mittwochmorgen umtrieb. Seit dem Brand war er auf den Beinen und versuchte, Futter für die Nerze in Wesenberg heranzubekommen.

Die Produktionshalle wurde am Mittwoch von der Polizei beschlagnahmt und abgesperrt. Mitarbeiter der Kriminalpolizei Neubrandenburg und der Brandursachen-Ermittler waren den ganzen Tag vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. "Es wird untersucht, was den Brand ausgelöst haben könnte, ob es ein technischer Defekt war oder ob möglicherweise Brandstiftung vorliegt. Mehr können wir derzeit nicht sagen", so Polizeipressesprecherin Diana Mehlberg. Fest steht jedoch, dass ein Schaden in siebenstelliger Höhe entstanden ist, so die Polizei. Der Schaden sei deshalb so hoch, weil durch die starke Rauchbildung im Inneren der Halle viele Maschinen und Anlagen verußt seien, so das sie nicht genutzt werden können.

2001 wurde die Produktionshalle eröffnet, in der Schlachtabfällen zu Tierfutter verarbeitet werden. Insgesamt wurden damals auf dem rund 20 000 Quadratmeter großen Betriebsgelände etwa 10 Millionen Mark investiert.

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