Tausende feiern ihr Festival:

Feurige Nacht auf der Fusion

Vier Tage aussteigen, vier Tage in eine andere Welt eintauchen - das Fusion-Festival hat seine eigenen Gesetze. Und die funktionieren auch im 19. Jahr.  

Überall lustig bespannte Schirme und Leuchtkörper, die im Takt wippten: Vor der Hauptbühne sammelten sich die Menschen und ließen sich von den Bässen tragen.
Elke Enders Überall lustig bespannte Schirme und Leuchtkörper, die im Takt wippten: Vor der Hauptbühne sammelten sich die Menschen und ließen sich von den Bässen tragen.

Von Regen keine Spur, zumindest nicht von ausdauerndem Regen: Die Lärzer Fusionisten erlebten in der Nacht zu Sonntag, traditioneller Höhepunkt der viertägigen Großveranstaltung, eine lauschige, aber auch geräuschintensive Sommernacht. Wider Erwarten blieb die Regenkleidung fast trocken. Und alle Vorstellungen – auch jene, bei denen viel Feuer im Spiel war – konnten planmäßig über die Bühne gehen. 

Dabei schoben sich Massen über das Festivalgelände, das einer gigantischen Lichtfabrik glich. Auf unzähligen Bühnen, teilweise versteckt im Dickicht der Bäume, spielten Musiker unterschiedlichster Genre. Die Bässe wurden teilweise weit in die umliegenden Ortschaften getragen. Was wieder bezeichnend war: Die Besucher gingen trotz der Enge auf dem Gelände auffallend rücksichtsvoll miteinander um. „Dass sich ein Festival von dieser Größenordnung seinen Charme bewahren kann, das ist enorm“, meinte denn auch Elsa, eine junge Frau aus Berlin, die schon einige Fusionen miterlebt hat, aber auch andere Festivals kennt. Woanders überwiege meist das Kommerzielle, überall Werbung und viel Security. Dass dies hier nicht so sei, zeichne die Fusion aus. 

Offiziell noch bis Sonntagabend läuft das Event, dessen Abreisewelle sich noch die ganze nächste Woche hinziehen und polizeilich überwacht wird. 

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