Proteste gegen Flüchtlingspolitik:

Flüchtlingsgegner marschieren erneut in Waren auf

Nach einem Aufmarsch im November, demonstrierten in Waren am Samstag erneut Gegner der aktuellen Flüchtlingspolitik. An dem Protestzug beteiligten sich auch Mitglieder der rechtsextremen Szene.

Rund 100 Personen beteiligten sich an dem Protestmarsch gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik durch die Warener Westsiedlung.
Udo Roll Rund 100 Personen beteiligten sich an dem Protestmarsch gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik durch die Warener Westsiedlung.

In Waren haben am Samstagnachmittag rund 120 Menschen für und gegen die aktuelle Flüchtlingspolitik demonstriert. Das Aufeinandertreffen der beiden Gruppen am Warener Amtsbrink verlief friedlich. Es habe keine Zwischenfälle oder Auseinandersetzungen gegeben, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Jörg Mielke. Die Polizei war mit 70 Beamten vor Ort.

An dem zweistündigen Aufmarsch der Asylgegner durch die Warener Westssiedlung beteiligten sich nach Angaben der Polizei etwa 100 Demonstranten. Auf einer ähnlichen Protestveranstaltung vor knapp sechs Wochen hatten nur halb so viele Menschen teilgenommen. In dem Aufmarsch am Samstag liefen nach Einschätzung von Szenekennern auch Anhänger rechter Gruppierungen mit - unter anderem waren Mitglieder eines Neonazi-Netzwerkes aus dem brandenburgischen Wittstock nach Waren gereist und reihten sich in den Aufzug mit ein.

Vor dem Warener Kino hatten sich etwa 20 junge Leute zu einer spontanen Gegendemonstration versammelt. Sie hielten ein großes Schild "Lügen-Demo" in die Höhe. Eine Anspielung auf die Gesinnung einiger Asylgegner. "Das sind keineswegs alles besorgte Bürger, da laufen eindeutig auch Leute aus der rechten Szene mit", sagte einer der Teilnehmer.

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