Großbrand:

Fünf Menschen verlieren ihr Zuhause

Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus. Die Feuerwehr konnte das Wohnhaus bei Priborn nicht mehr retten. Doch was nach dem Feuer passierte, das beeindruckte selbst den Einsatzleiter tief.

Die Flammen haben das Wohnhaus in Melz am Samstagvormittag komplett zerstört. Etwa 70 Rettungskräfte hatten vergeblich versucht, das Gebäude zu retten. Die Bewohner wurden in einer Gemeindewohung einquartiert.
Udo Roll Die Flammen haben das Wohnhaus in Melz am Samstagvormittag komplett zerstört. Etwa 70 Rettungskräfte hatten vergeblich versucht, das Gebäude zu retten. Die Bewohner wurden in einer Gemeindewohung einquartiert.

Das Feuer hat wohl zuerst im Obergeschoss gewütet. Es ragen nur noch verkohlte Dachbalken in die Luft. Die beigefarbene Fassade des zweistöckigen Wohnhauses in der Dorfstraße von Melz sieht dagegen nahezu unbeschädigt aus. Der Schein trügt jedoch. „Es war ein Vollbrand. Das Gebäude ist total zerstört“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Andreas Kocik. Die fünf Bewohner von Haus Nr. 55 haben am Sonnabendvormittag binnen weniger Stunden noch weit mehr als ihr Zuhause verloren. „Sie haben eigentlich gar nichts mehr. Weder Möbel noch Kleidung. Es ist fast alles kaputt“, sagt Kocik. Und was die Flammen nicht zerstört hätten, sei mit Rauch kontaminiert und könne nicht mehr benutzt werden.

Der Wohnungsbrand in der kleinen Ortschaft bei Priborn war am Samstag gegen 8.30 Uhr ausgebrochen. Das Feuer habe sich rasend schnell ausgebreitet, berichten Zeugen. „Da war erst nur schwarzer Rauch zu sehen und dann ein paar Sekunden später schon meterhohe Flammen“, erzählt ein Nachbar. Zum Löschen des Großbrandes rückten fünf Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden an.

Ungeklärt ist derzeit noch, wodurch der verheerende Brand ausgelöst wurde. Die Gemeinde hat den Bewohnern des Hauses nach den tragischen Ereignissen sofort eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Die Anteilnahme am Schicksal der fünf Dorfbewohner ist groß. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde im sozialen Netzwerk Facebook zu Spenden für die Familie aufgerufen. “Die Spendenaktion hat auch Einsatzleiter Kocik beeindruckt: „Hut ab. Diese Solidarität erlebt man nicht alle Tage.“