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Fund in der Müritz ist Übungsbombe

Der Verdacht: Eine Fliegerbombe liegt am Grund der Bolter Bucht bei Boek. Ein Tauchgang brachte Entwarnung. Doch das Gebiet ist dennoch gefährlich.

Der Munitionsbergungsdienst hatte am Mittwoch mit einem Taucher die Fundstelle untersucht.
Petra Konermann Der Munitionsbergungsdienst hatte am Mittwoch mit einem Taucher die Fundstelle untersucht.

Entwarnung für die südliche Müritz: Die am Mittwoch entdeckte Bombe im Wasser bei Rechlin ist eine deutsche Übungsbombe. Das haben Untersuchungen des Munitionsbergungsdienstes ergeben, wie eine Sprecherin des Schweriner Innenministeriums am Freitag sagte. Da das Metallfundstück keinen Sprengstoff enthalte, werde es nicht geborgen. Experten "kartierten" solche Funde aber. Obwohl die Übungsbombe in einem gesperrten Abschnitt des Sees liegt, hatte ein Urlauber den Fund im Juli gemeldet, weshalb Taucher ihn am Mittwoch untersucht und fotografiert hatten. Erst Ende Juli war in der Nähe an Land eine zehn Kilogramm schwere Übungsbombe geborgen worden.

Um Rechlin gab es in den 1930er Jahren die Erprobungsstelle der Deutschen Luftfahrt, wo in der NS-Zeit auch die Luftwaffe unter anderem mit Übungsbomben trainierte. Das Gelände mit Militärflugplatz wurde im Krieg mehrfach bombardiert, so dass große Wald- und Müritzflächen noch gesperrt sind. Als besonders "kampfmittelbelastet" gilt der Südost-Abschnitt zwischen Rechlin-Nord und dem Bolter Kanal.