Einsätze werden berechnet:

Gesetz als Rettungsring für die Wasserretter

Warum sollen die einen für ihre Einsätze bezahlt werden, die anderen aber nicht? Wasserretter auch auf der Müritz gingen bislang leer aus. Zur neuen Saison soll aber einiges anders werden.

Die Wasserwacht bei einem der vielen Einsätze auf der Müritz vor Waren: Michael Neumann, Leiter der DRK-Wasserwacht Mecklenburgische Seenplatte (links) und Jan Bröcker vom Rettungsdienst.
Archiv/Stephan Radtke Die Wasserwacht bei einem der vielen Einsätze auf der Müritz vor Waren: Michael Neumann, Leiter der DRK-Wasserwacht Mecklenburgische Seenplatte (links) und Jan Bröcker vom Rettungsdienst.

Wer im nächsten Sommer auf die Hilfe der Wasserretter des DRK angewiesen sein wird, spürt ganz sicher nichts von den Veränderungen. Hauptsache, es ist jemand da, der hilft. Für die Retter von der DRK-Wasserwacht Müritz jedoch gibt es in diesem Jahr einen entscheidenden Unterschied: Das Landesrettungsgesetz wurde überarbeitet und regelt die Wasserrettung in Details neu. Schon vorher war diese zwar Teil des Gesetzes,neu ist aber, dass Rettungseinsätze auf dem Wasser nun auch kostenpflichtig sein können.

Bislang sei es so gewesen, dass Rettungen auf dem Wasser nicht gegenüber den Kassen abgerechnet werden konnten, erklärt Thomas Pohlers, Landesleiter der DRK-Wasserwacht Mecklenburg-Vorpommern. „Erst ab dem Zeitpunkt, an dem die Rettungsdienste an Land übernommen hatten, wurden die Einsätze abgerechnet“, macht er deutlich.

Wenn schon Ehrenamt, dann moderne Technik

Die Novellierung des Landesrettungsgesetz sieht nun künftig eine Einbindung der Wasserrettung in die Rettungskette vor und damit auch die Möglichkeit, Kosten für die Einsätze auf dem Wasser geltend zu machen. „Unsere Mitglieder sind zumeist ehrenamtlich tätig und werden es auch weiterhin sein. Aber die Ausrüstung auf modernem Stand ist teuer, genauso wie die Ausbildung unserer Retter. Das alles kostet Geld, das muss alles finanziert werden“, erklärt Pohlers, warum er die Novellierung des Gesetzes begrüßt.

Für Michael Neumann, Leiter der DRK-Wasserwacht Mecklenburgische Seenplatte, ist nicht nur die neu geregelte Abrechenbarkeit von Einsätzen auf dem Wasser ein wichtiger Punkt. „Es geht hierbei auch um die Anerkennung der Arbeit unserer ehrenamtlichen Retter, die während der Saison dafür sorgen, dass unsere Strände sicher sind“, sagte der Warener. Gerade in einer vom Tourismus geprägten Region sei es wichtig, dass auch auf dem Wasser Sicherheit geboten werden könnte.

An der Müritz sei man da vorbildlich aufgestellt und auch Vorreiter. Denn hier gibt es die einzige DRK-Wasserwachtstation in Mecklenburg-Vorpommern, die mit einem hauptamtlichen Mitarbeiter von April bis Oktober besetzt sei. „Das ist eine gute Versorgung, die gleichzeitig einen hohen Ausbildungsstand der Mitarbeiter voraussetzt. Schließlich steht dem Hauptamtlichen immer ein ehrenamtlicher Mitarbeiter zur Seite“, erklärt Sirko Beck, Leiter der DRK-Wasserrettungstation in Waren.

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