Ausstellung im Kloster:

Gezeichnete Seelen sind länger zu sehen

Ein Blick genügt und schon ist der Besucher gefangen: Porträts von Gahlbeck werden im Kloster Malchow gezeigt.

Über 80 Jahre alt sind die Gahlbeck-Zeichnungen, die derzeit im Kulturzentrum Kloster Malchow gezeigt werden. Wie Leiterin Katja Jensch berichtet, wird die Sonderschau bis ins nächste Jahr hinein verlängert.
Petra Konermann Über 80 Jahre alt sind die Gahlbeck-Zeichnungen, die derzeit im Kulturzentrum Kloster Malchow gezeigt werden. Wie Leiterin Katja Jensch berichtet, wird die Sonderschau bis ins nächste Jahr hinein verlängert.

Schönheiten im landläufigen Sinne sind es nicht, die der Maler Rudolf Gahlbeck 1926 aufs Zeichenpapier gebannt hat, doch dem Zauber dieser Bilder kann sich der Betrachter kaum entziehen. Kein Wunder also, dass die Sonderschau der Gahlbeck-Bilder länger gezeigt wird als geplant. „Die Schau kommt bei den Besuchern sehr gut an“, bestätigt Katja Jensch, die Leiterin der Ausstellung regionaler Künstler.

Bereits im Sommer wurde die Schau mit den Gahlbeck-Bildern eröffnet. Allesamt stammen aus dem Fundus des Kulturzentrums, das auch den künstlerischen Nachlass Gahlbecks verwaltet, der in Malchow geboren wurde und der bleibende Zeugnissen der norddeutschen Landschafts- und Bildnismalerei in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschaffen hat. 1926 nahm dessen künstlerisches Schaffen gerade Fahrt auf: Er besuchte eine private Kunstakademie. Dort entstanden die beeindruckenden Zeichnungen, die jetzt im Kloster zu sehen sind. Mit dem Bleistift hat er Porträts geschaffen, in der die Seele der Modelle zu erkennen sind. Deshalb hinterlassen sie beim Betrachter großen Eindruck.

Wie Katja Jensch berichtet, pflegte Gahlbeck zeitlebens enge Beziehungen zu seinem Malchow. Häufig war er, der als Lehrer in Schwerin arbeitete, in der Inselstadt zu Gast und bot dort seine Dienste an. Per Annonce kündigte er sein Kommen an und warb bei den Malchowern um Porträt-Aufträge. Und wer weiß: Vielleicht hängt bei dem einen oder anderen ein echter Gahlbeck im Zimmer? Wer den nicht hat, der kann in der Sonderschau auf seine Kosten kommen, die nun bis ins nächste Jahr hinein gezeigt wird. 

 

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