Eichenprozessionsspinner:

Giftige Raupen machen Müritz-Region unsicher

Sie sind vermutlich schon da, aber noch nicht überall zu sehen – die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Bei Massow wurden die ersten gefährlichen Tierchen entdeckt. Jetzt heißt es wachsam sein.

Viele Menschen reagieren allergisch auf die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners. In der südlichen Müritzregion sind jetzt erneut welche entdeckt worden.
Roland Weihrauch/NK-Archiv Viele Menschen reagieren allergisch auf die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners. In der südlichen Müritzregion sind jetzt erneut welche entdeckt worden.

Vorsicht in und um Kornhorst in der südlichen Müritzregion! In der kleinen Siedlung der Gemeinde Massow wurden jetzt an zwei Bäumen die Raupen des Eichenprozessionsspinners gefunden. Entdeckt wurden die Tiere bei Routine-Kontrollen des Röbeler Ordnungsamtes, wie Leiterin Renate Utecht bestätigte. Die Raupen, die meist Ende Mai oder Anfang Juni auftreten, sind ziemlich gefährlich. Vor allem deren Brennhaare können bei Menschen Krankheiten auslösen, wie Hautreaktionen, Augen-Entzündungen, Bronchitis, Fieber, Schwindel, sogar Asthma-Anfälle sind möglich.

Im vergangenen Jahr machte es sich der Eichenprozessionsspinner an der Kreisstraße bei Kieve und Massow sowie in den beiden Dörfern selbst, in Grabow-Below, in Jaebetz/Marienhof, am Radweg zwischen Boek und dem Bolter Kanal sowie auf dem Campingplatz C 15 am Bolter Kanal bequem. Auch in Below am alten Weg nach Neukrug, an Waldrändern entlang der Kreisstraßen 18 und 19 sowie im Belower Wald waren die Behörden den gefährlichen Raupen vor einem Jahr auf die Spur gekommen.

Gefährliche Zeit beginnt gerade erst

So weit ist es in diesem Jahr in der südlichen Müritzregion noch nicht. „Wir hatten zwar einen Hinweis einer Bürgerin, dem sind wir nachgegangen. Aber gefunden haben wir an dem angegeben Ort keine Raupen. Doch wir haben weiter gesucht und schließlich den Befall bei Kornhorst festgestellt“, berichtet Ordnungsamtsleiterin Utecht. Weil der Befall außerhalb einer Ortschaft aufgetreten ist, werde nun lediglich ein Schild aufgestellt, das Wanderer warnen soll.

Mit der „Fahndung“ nach dem Eichenprozessionsspinner stehen die Röbeler in diesem Jahr noch ganz am Anfang: „Wir machen in den kommenden Tagen Kontrollen, vor allem dort, wo im vergangenen Jahr der Befall festgestellt wurde“, so Renate Utecht weiter. Sie ruft die Bürger auf, die Augen nach den gefährlichen Raupen offen zu halten, ihnen aber auf keinen Fall zu nahe zu kommen. „Am besten ist es, das Amt zu informieren, wir veranlassen dann Kontrollen und wenn nötig, auch die Bekämpfung“, erklärte die Ordnungsamtsleiterin. Wegen Fehlalarmen macht sie sich keine Sorgen: „Lieber ein Mal zu oft, als ein Mal zu wenig.“