Datenpanne im Warener Einwohnermeldeamt:

Glückwunsch! Technik im Rathaus streikt

Nix Computer, nix moderne Software - das Einwohnermeldeamt muss zurück zu den Wurzeln des Bürolebens. Aufgrund technischer Probleme müssen die Mitarbeiter ihre Arbeit wie in den guten alten Zeiten bewerkstelligen - mit bloßen Händen.

Softwareprobleme im Warener Einwohnermeldeamt: Der Sperrvermerk, der elektronisch gesetzt werden muss, um die Weitergabe von nicht freigegebenen Daten zu verhindern, funktioniert nicht.
fotolia/nattstudio Softwareprobleme im Warener Einwohnermeldeamt: Der Sperrvermerk, der elektronisch gesetzt werden muss, um die Weitergabe von nicht freigegebenen Daten zu verhindern, funktioniert nicht.

„Wir arbeiten mit Hochdruck am Problem. Ob wir die Lösung aber noch in diesem Jahr hin bekommen, ist noch ungewiss.“ Ordnungsamtsleiter Dietmar Henkel wirbt um Verständnis für jene Softwareprobleme, die bei einer Systemumstellung im Einwohnermeldeamt aufgetreten sind. Konkret: Der Sperrvermerk, der elektronisch gesetzt werden muss, um die Weitergabe von nicht freigegebenen Daten zu verhindern, funktioniert nicht. Konsequenz: Die Kollegen und Kolleginnen im Einwohnermeldeamt setzen den Sperrvermerk bei den 2000 betroffenen Adressen per Hand.

Unter den technischen Problemen leiden auch der Nordkurier und seine Leser. Denn: Solange die Software im Rathaus nicht einwandfrei funktioniert, werden dem Nordkurier von der Stadt auch keine Glückwünsche von Bürgern geliefert. Das Lesen dieser Glückwünsche ist bei vielen Lesern des Nordkurier sehr beliebt. „Es tut uns sehr leid, dass unsere Probleme solch weitreichende Konsequenzen haben“, entschuldigt sich Henkel für die Unannehmlichkeiten.

Dabei sollte mit dem Wechsel des Softwareanbieters eigentlich alles besser werden. „Mit der neuen Software möchten wir einen großen Schritt Richtung papierloses Büro machen. Wer ins Einwohnermeldeamt kommt, soll seine Daten auf einem Tablet eintippen und auch digital unterschreiben können. Anschließend werden die Daten automatisch in die elektronische Bürgerakte eingepflegt“, erläutert Henkel die künftige Arbeitsweise. Wenn die Technik funktioniert ...

Nach den wochenlang anhaltenden Problemen sah der Leiter des Ordnungsamtes am Freitagmittag erstmals Licht am Ende des Tunnels - „am Montag oder Dienstag bekommen wir von der neuen Softwarefirma wahrscheinlich ein Skript, mit dessen Hilfe wir eine schnellere Programmierung der Computer erreichen könnten“. Dann könnte zumindest die Weitergabe der sehnsüchtig erwarteten Glückwünsche funktionieren - die Leser des Nordkurier wird es freuen.

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Kommentare (1)

da hat wohl die softwarefirma ihren eignungstest nicht überstanden. alle meckern über microsoft und co aber die kleinen machen es richtig weiter, indiskutable programme für teures geld verkaufen ohne richtigen funktionstest. dumm nur das wieder einige behörden darauf reinfallen. kauft was anständiges statt mit der heißen nadel programmierte bruchstücke.