Rettungsübung in aller Frühe:

Großeinsatz auf dem Fleesensee

Der Landkreis Seenplatte ließ am frühen Sonnabend für den Ernstfall proben und simulierte mit zahlreichen Einsatzkräften eine Schiffskatastrophe auf dem Wasser.

Bergung an Deck: Ein Passagier wird vom Fahrgastschiff gerettet.
Florian Ferber Bergung an Deck: Ein Passagier wird vom Fahrgastschiff gerettet.

Frühaufsteher dürften sich heute Morgen Sorgen gemacht haben: Sirenen-Geheul, gleich mehrere Feuerwehr-Autos im Einsatz, ebenso wie andere Rettungsfahrzeuge. Und alle versammelt am Ufer des Wasserwanderrastplatzes der Stadt Malchow am Fleesensee.

Aber keine Angst. Was nach einem Großeinsatz aussah, war auch einer - aber ein angekündigter und nur zu Übungszwecken. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hatte in aller Herrgottsfrühe eine Katastrophenschutzübung angesetzt.

Als Test: Maschinenbrand ausgebrochen

Szenario: Auf dem Fleesensee war in einem Fahrgastschiff der Reederei Pickran ein Brand im Maschinenraum ausgebrochen. Besatzung und Fahrgäste mussten gerettet werden. Da sich herausstellte, dass einige Personen über Bord gegangen waren, musste auch im Gewässer nach Verletzten gesucht werden.

An der Rettungsaktion waren mehrere Freiwillige Feuerwehren aus der Umgebung, weitere Katastrophenschutzeinheiten, der Sanitätszug und eine Hunderettungsstaffel beteiligt. "Insgesamt sind wir mit etwa 150 Mann im Einsatz. Das Szenario ist nach einer Gefahren-Analyse des Landkreises entwickelt worden und wir kontrollieren, wie schnell die Rettungsketten funktionieren", erläuterte Axel Cywinski vom Katastrophenschutz.

 

 

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