19 Ferienhäuser in Klink geknackt:

Großes Staunen über saubere Einbrecher

Dass in Klink immerhin 19 Ferienhäuser in einer Nacht geknackt worden sind, ist schon eine gewisse Leistung. Aber noch viel mehr wundern sich die Betroffenen über die Beute der Langfinger. Denn die ist alles andere als alltäglich.

Ferienhäuser in Klink am Müritzufer. In 19 der 33 Quartiere sind unbekannte Täter eingebrochen.
Thomas Beigang Ferienhäuser in Klink am Müritzufer. In 19 der 33 Quartiere sind unbekannte Täter eingebrochen.

Das einzige, was sich hier rührt, ist die Müritz. Sanfte Wellen des großen Sees schlagen an das Ufer in Klink. Die bunt bemalten Ferienhäuser zwischen Müritz Hotel und Müritz-Wellen liegen verlassen da. Wer jetzt hier, mitten im Januar, unbeschwerte Urlaubstage verlebt und sich in einem der Ferienhäuser eingemietet hat, liegt mit einem Buch auf dem Ferien-Sofa oder erkundet die weite und nahe Umgebung.

Ein Bodenreiniger geklaut

Dafür herrscht nachts zuweilen bedeutend mehr Bewegung an dem tagsüber ruhigen Ort. Besonders in den dunklen Stunden von Mittwoch zu Donnerstag muss es hier an Ort und Stelle heiß und sehr geschäftig zugegangen sein. In 19 der 33 Ferienhäuser sind um die Geisterstunde herum noch unbekannte Einbrecher eingestiegen und haben gestohlen, was sie meinten, gebrauchen zu können. Aber was die Langfinger mitgehen ließen, überrascht die Polizei und die Eigentümer der Ferienhäuser, die Avila-Unternehmensgruppe, gleichermaßen: Zur Beute zählten hauptsächlich neben Heimelektronik Wasserkocher, Toaster und, man höre und staune, eine Wisch-Maschine. Ein Bodenreinigungsgerät, das in Verbindung mit Wasser verwendet wird und das ermöglicht, Böden und Untergründe jeder Art zu scheuern und zu wischen.

Großes Risiko: Einige Häuser waren bewohnt

Jedes Mal nach dem Auszug von Urlaubern wurden mit der Maschine die Ferienhäuser gereinigt. „Wer klaut denn so etwas?“, wundern sich Angestellte. Zumal mit der Beute auch kein großes Geld beim Weiterverkauf gemacht werden kann. Mit gebrauchten Wasserkochern und Toastern lässt sich mit Sicherheit kein so großer Gewinn machen, der das Risiko des Einbruchs wert sein kann. Gut möglich, mutmaßen andere in Klink, dass einige schwarze Schafe unter den Mitarbeitern der Firmen, die gerade das geschlossene Müritz Hotel vom Inventar trennen, mal eben auch die Ferienhäuser von einigem Zubehör „befreiten“. Dabei war das Risiko gar nicht so gering, denn etliche der Ferienhäuser sind auch jetzt bewohnt. Deshalb, so die Vermutung, hätten die Ganoven das Terrain vorher genau ausbaldowert, denn eingebrochen wurde ausschließlich in derzeit leer stehende Häuser.

Zeugen gesucht

Noch tappt die Polizei völlig im Dunklen, informiert am Montag eine Sprecherin der Polizeiinspektion in Neubrandenburg auf Nachfrage. Die Beamten bitten daher um Unterstützung bei ihren Ermittlungen. Wer in Klink und am ehemaligen Müritz-Hotel zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen verdächtige Leute oder Fahrzeuge gesehen hat, wer vielleicht sogar die Tat beobachtet hat, der möge sich bei der Polizei melden. Hinweise werden entgegengenommen unter der Rufnummer 03991 1760 oder jeder anderen Polizeidienststelle. Mögliche Verbindungen zu einem Serieneinbruch in etliche Bootsschuppen in Waren vor zwei Wochen deuten sich derzeit nicht an, hieß es aus Polizeikreisen.

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