Gerüchte behindern Polizeiarbeit:

Großfeuer: Jagd auf den Brandstifter

Der verheerende Brand in Wredenhagen ist endgültig erloschen. Doch die Stimmung in der Gemeinde ist brenzlig. Fakt ist: Es war Brandstiftung.

Am vergangenen Donnerstag ging die Turnhalle in Wredenhagen in Flammen auf.
Susan Ebel Am vergangenen Donnerstag ging die Turnhalle in Wredenhagen in Flammen auf.

Das hat sich niemand ausgedacht. Weder die Polizei noch die Medien hätten unbelegt und haltlos in die Welt gesetzt, dass der Großbrand in Wredenhagen, der das Mehrzweckhaus vernichtete, durch Menschenhand ausgelöst wurde. „In solchen Fällen setzt ein Staatsanwalt einen Brandursachenermittler ein. So ist es auch in Wredenhagen gewesen. Der Experte sieht sich vor Ort alles an und erstellt ein Gutachten“, erklärt Polizeisprecherin Diana Mehlberg auf Nachfrage.

Da das mediale Interesse an dem Brand so groß gewesen sei, habe der Brandursachenermittler eine Ausnahme gemacht und sein Ermittlungsergebnis quasi auf Zuruf mündlich zur Freigabe an die Medien gegeben.

Verdächtigungen behindern die Ermittlungen

„Wir haben selbst noch nicht einmal das Gutachten auf dem Tisch. Fakt ist, dass es Brandstiftung war“, betont Diana Mehlberg. Gerüchte und Spekulationen etwa über Kinder oder Jugendliche, die den Brand gelegt haben sollen, die in der Gemeinde und in der ganzen Region ihre Runden machten, seien nicht von der Polizei.

„Aber solche Verdächtigungen behindern die Ermittlungen“, betont die Sprecherin. Der Fall habe hohe Priorität bei den Ermittlern. Am vergangenen Donnerstag war in Wredenhagen die Mehrzweckhalle bis auf die Mauern abgebrannt. Die Gemeinde verlor damit nicht nur ein Haus, das sie zu vielen Veranstaltungen, Wettbewerben und Feiern zusammenführte, sondern auch die Turnhalle für ihre Schüler. Der Schaden wird auf rund 250 000 Euro geschätzt.

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