Sperrung der B 192:

Gullys raus - Lärmpegel runter

Warens Untergrund wird gefilmt. Aber keine Sorge, Hollywood ist nicht interessiert. Dafür die Stadtwerke um so mehr. Denn die Aufnahmen von den Kanalschächten helfen beim Rückbau der Anlagen.

Diese kleine Wagen wird in das Rohr eingelassen. Dadurch können die Fachkräfte sehen, ob die Leitungen beschädigt sind.
Nadine Schuldt Diese kleine Wagen wird in das Rohr eingelassen. Dadurch können die Fachkräfte sehen, ob die Leitungen beschädigt sind.

Der Lärmpegel an der Mozartstraße und der Röbeler Chaussee in Waren könnte schon im Frühsommer geringer werden. Zumindest ein wenig. Denn dann soll es elf Gullydeckel weniger auf der Fahrbahn geben und der Verkehr geräuschloser sein. „Für den Rückbau laufen jetzt die vorbereitenden Maßnahmen“, sagt Holger Graubmann, Abteilungsleiter Planung und Anschlusswesen bei den Warener Stadtwerken. So führt derzeit die Onyx Rohr- und Kanal-Service GmbH auf der B 192 mit einer speziellen Kamera Kanalfahrten durch. Dadurch werden die Schmutzwasser- sowie die Regenwasserleitung, zu denen die Kanalschächte führen, auf Risse oder sonstige Schäden untersucht.

Lärmaktionsplan im Blick

Für den Kanal-Rückbau plant Graubmann zwei Wochen ein. „Mehr Zeit haben wir nicht, wenn wir nicht zu oft einen Fahrzeug-Rückstau haben wollen.“ Der Verkehr werde während der gesamten Bau-Zeit weiterlaufen, es werde nur eine halbseitige Sperrung geben. Die Kosten für die Kanalfahrt sowie den Schachtrückbau belaufen sich auf insgesamt 40 000 Euro, fügt der Fachmann hinzu.

Der Kanalrückbau auf der B 192 ist ein kleiner, zaghafter Erfolg für die Anwohner Maria Patzelt und Jürgen Behrendt von der Bürgerinitiative „Ortsumgehung“. Sie sowie die Mitglieder haben nämlich auch die Umsetzung der Maßnahmen des sogenannten Lärmaktionsplanes (LAP, zweite Stufe) der Stadt Waren genau im Blick. Dazu gehört auch der Rückbau von Kanalschächten.

 

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