Gotthun bleibt in den Schlagzeilen:

Hakenkreuz-Schmiererei ruft erneut Kripo ins Dorf

Schon wieder! Das neue Hakenkreuz, das Unbekannte ins Bushäuschen am Dorfteich geschmiert haben, ist nun ein Fall für die Kripo. Wieder einmal werden die Beamten durchs Dorf streifen und Zeugen suchen, um den Übeltäter überführen zu können.

Das Bushäuschen am Dorfanger nutzen viele Schüler, um nach Röbel zum Unterricht zu kommen. Innen links prangte das Hakenkreuz zuerst in Weiß und wenig später rot übermalt.
Carina Göls Das Bushäuschen am Dorfanger nutzen viele Schüler, um nach Röbel zum Unterricht zu kommen. Innen links prangte das Hakenkreuz zuerst in Weiß und wenig später rot übermalt.

Er kann es nicht mehr sehen und nicht mehr hören. Denn Hakenkreuze haben in Gotthun nichts zu suchen. Gegen solche Schmierereien nimmt Bürgermeister Johannes Saathoff selbst den Pinsel oder die Spraydose in die Hand. Nach den jüngsten Berichten im Nordkurier von einem neuen Hakenkreuz im Bushäuschen am Dorfteich ging der Dorfchef, wie er jetzt auf Nachfrage berichtete, mit roter Farbe ans Werk, damit das verfassungsfeindliche Symbol verschwindet. „Das geht doch so nicht weiter. Das Häuschen ist Gemeindeeigentum. Und ich habe auch die Polizei über die Schmiererei informiert und es dann, so gut es ging, unsichtbar gemacht.“

Auch die letzten Spuren von ähnlichen Symbolen am einstigen Konsum, in dem bis vor Kurzem bulgarische Familien lebten, seien Saathoffs Initiative mit dem Pinsel und weißer Farbe zum Opfer gefallen: „Die Polizei hat zu mir gesagt, dass ich das wegmachen darf und soll.“ In der 300-Seelen-Gemeinde ist man verärgert über Schmierfinken, die „offensichtlich nicht wissen, was sie anrichten, denn der Ruf der Gemeinde kann davon Schaden nehmen und man steht immer negativ in der Presse“, sagte eine junge Frau im Dorf.

Es werden erneut Zeugen befragt

Wer hinter all dem steckt, das hatte auch die Polizei nicht herausbekommen und die Ermittlungen zu dem Geschmiere am alten Konsum eingestellt. Allerdings, so war aus dem Neubrandenburger Polizeipräsidium zu erfahren, werden nun erneut Polizisten ins Dorf kommen, um Zeugen zu befragen und endlich einen Täter dingfest zu machen. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei, so war es aus dem Präsidium in Neubrandenburg zu erfahren, davon aus, dass die Schmiererei in den Winterferien entstanden sein muss.

Einwohner sorgen sich um Ruf der Gemeinde

„Mir gefällt das ganz und gar nicht, aber wie soll man herausbekommen, wer das war und wer so etwas macht? Es muss doch gar nicht unbedingt jemand aus dem Dorf sein“, spekuliert Herbert Bielefeldt am Biertisch im Grünen Baum. „Vielleicht waren es Kinder im Bushäuschen. Aber das macht es nicht besser“, sagt ein anderer. Schließlich lebe man auch vom Tourismus. Solche Aktionen würden ein schlechtes Licht auf die Gemeinde werfen.

Im Übrigen, so mahnt die Polizei, sei es beileibe kein Kavaliersdelikt, verfassungsfeindliche Symbole zu präsentieren und zu verbreiten. Darum sollte sich immer melden, wer so etwas entdeckt.

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