Gasleitung wächst und wächst:

Hinterm Horizont geht's weiter...

Welchem Zweck dient die gelbe Rohrleitung, die auf einem Feld bei Röbel verlegt wird? Sie kommt aus Richtung CD-Werk und führt weiter nach Sietow. So mancher gerät bei ihrem Anblick ins Grübeln.

Henry Donath (rechts) hat den Brenner noch über der Schulter. Gemeinsam mit Rainer Wasgindt haben beide unzählige Schweißnähte, die Verbindungsstellen der Rohre, umhüllt.
Elke Enders Henry Donath (rechts) hat den Brenner noch über der Schulter. Gemeinsam mit Rainer Wasgindt haben beide unzählige Schweißnähte, die Verbindungsstellen der Rohre, umhüllt.

Henry Donath und Rainer Wasgindt haben gut Lachen. Ihre Arbeit ist für heute getan. Zumindest am Standort Röbel, wo gerade eine schier endlos wirkende Gasleitung ins Erdreich gelegt wird, auf einem Acker stadtauswärts in Richtung Waren. Die Männer der Firma PRT Rohrleitungsbau aus Rostock haben Stück für Stück sämtliche Schweißnähte der gelben Rohre schwarz umhüllt, in Handarbeit, wie sie schildern. Nun geht es auf zur nächsten Baustelle. Aber die beiden Monteure werden wieder kommen. Sie begleiten das Bauvorhaben der Edis AG, das zu einer komplexen Gesamtmaßnahme gehört: nämlich zur Erneuerung der Ferngasleitung von Neustrelitz über Wesenberg, Mirow, Röbel, Waren bis hin nach Thürkow bei Teterow.

Als spektakulärste Aktion dürfte noch die Unterquerung des Müritzarmes bei Vipperow in Erinnerung sein. 2012 wurden die alternden Leitungen hier durch einen unterirdischen neuen Düker ersetzt. Zwölf Meter unter der Sohle des Sees sollte das Rohr platziert werden. 482 Meter Länge galt es zu überwinden. Und die Gefahr, dass das Rohr auf halber Strecke stecken bleibt oder abreißt, war immer gegeben.  Um den Seegrund auf eingelagerte Gesteinsschichten zu untersuchen, waren vorab Baugrundgutachten angefertigt worden. Diese ließen keine gravierenden Hindernisse erwarten, so dass das Vorhaben starten konnte und letztlich auch gelang. 

Auf freier Strecke gestaltet sich das Projekt weniger kompliziert. Mindestens einen Meter tief müssen die Rohre ins Erdreich gebracht werden.

Momentan wird auch zwischen Klein Trebbow und Neustrelitz an einem Teilstück der Ferngasleitung gewerkelt. Bis November 2013 soll die Maßnahme sowohl bei Röbel als auch bei Neustrelitz abgeschlossen sein. „Nächstes Jahr geht‘s weiter“, kündigte Michael Elsholtz, zuständig bei der Edis AG für Unternehmenskommunikation, an.  Liegt die Fernleitung, „können über Stichleitungen sämtliche Ortschaften mit umweltfreundlichen Erdgas versorgt werden“. Drei Millionen Euro lässt sich die Edis AG das kosten.

 

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