Obduktion dauert an:

Horrorhaus in Alt Rehse lockt nach Leichenfund Gaffer an

Mit Zaungästen, die nicht in ihrem Dorf wohnen, müssen die Menschen in Alt Rehse in diesen Tagen leben. Gar zu spannend scheint für die ungebetenen Besucher das Haus zu sein, in dem in der vergangenen Woche eine stark verweste Frauenleiche gefunden wurde.

Das Flatterband wird noch eine Weile rund um das Haus Rethra, in dem die Leiche gefunden wurde, hängen.
Carina Göls Das Flatterband wird noch eine Weile rund um das Haus Rethra, in dem die Leiche gefunden wurde, hängen.

Alt Rehse kommt nicht zur Ruhe. Durch das bundesweit große Medieninteresse an dem mysteriösen Leichenfund, scheinen nun auch immer mehr Schaulustige und Neugierige gezielt in das Dorf zu fahren, um sich ein Bild von dem Horrorhaus zu machen. Das rot-weiße Flatterband, rund um das Grundstück soll schon zerfetzt gewesen und nun wieder erneuert worden sein, erzählt man im Dorf. Vielleicht durch den Wind. Vielleicht aber auch durch jene Zeitgenossen, die sich ein wenig zu dicht an das Haus wagen. Es sollen auch schon Jugendliche direkt auf dem abgesperrten Areal gesehen worden sein. Die Dorfbewohner sind auch um die Kinder aus der Gemeinde besorgt, für die es ein Leichtes sei, den nicht mal einen Meter hohen Zaun zu überwinden. "Wenn die Großen ihnen das vormachen!"

Auf dem Grundstück läge nach wie vor Müll. Der werde auch außerhalb der Absperrung vor dem verwaisten Haus immer mehr. Und das gefällt den Rehsern gar nicht. Sie hätten das Ordnungsamt informiert. In der Penzliner Behörde war zur Stunde niemand für den Nordkurier zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft weiß nach Angaben von Gerd  Zeisler "nichts vom Flatterband und dem Müll". Noch werde die Sperre, die das Flatterband weiträumig signalisiert, auch nicht abgekommen. Wie Zeisler auf Nachfrage weiter betonte, könne er auch noch nicht sagen, wann das Band abgenommen wird: "Das hängt von den Ermittlungen ab. Vielleicht muss man ja doch noch einmal auf das Grundstück. Bis die Spurenauswertung endgültig abgeschlossen ist, wird das Band wohl noch bleiben."

Unterdessen ist auch die Identität der stark verwesten Frauenleiche, die am vergangenen Dienstag im Wohnhaus des in U-Haft sitzenden Ex-Wirtes von Alt Rehse gefunden worden war, noch ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft rechnet laut Zeisler am Mittwoch (17. August) "oder noch später" mit einem Ergebnis aus der Greifswalder Rechtsmedizin. Dort würden aktuell DNA-Proben ausgewertet. Erst dann könne gesagt werden, ob es sich um die vermisste Sarah H. handelt.

 

 

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