Falsche Vorwürfe?:

Hundehalter wehrt sich nach tödlicher Beiß-Attacke

Dass Huskys nicht einfach niedliche Schlittenhunde sind, das ist Stefan Haub wohl bewusst. Dennoch gesteht der Warener, einen Fehler gemacht zu haben, als seine Hunde bei einem Ausflug nach Burg Stargard Ziegen gerissen haben. Aber alles lässt er nicht auf sich sitzen.

Nicht ohne meine Huskys! Inzwischen fehlt zwar einer der Hunde. Aber am schwersten wiegt für Stefan Haub, dass die anderen Tiere gerissen haben. Er muss sich dafür verantworten.
Carina Göls Nicht ohne meine Huskys! Inzwischen fehlt zwar einer der Hunde. Aber am schwersten wiegt für Stefan Haub, dass die anderen Tiere gerissen haben. Er muss sich dafür verantworten.

Er hält zu ihnen, keine Frage. Dabei haben seine beiden Huskys Grenzen überschritten, als sie jetzt bei einem Ausflug nach Burg Stargard zwei Ziegen und ein Lamm rissen. Stefan Haub muss nun für die toten Tiere aufkommen und ein Bußgeld zahlen. Und der 56-jährige Warener wird die Frage beantworten müssen, ob seine Hunde als gefährlich eingestuft werden müssen.

Haub weiß um seine Verantwortung und will sie auch tragen. „Aber es hat sich doch einiges anders zugetragen“, interveniert er erste Berichte von Polizei und Medien.  „Die Aussage der Mitarbeiterin des Cafés, dass ich öfter mit meinen Hunden auf der Burg wäre, ist falsch. Ebenso falsch ist die Aussage der Mitarbeiterin, dass ich nie der Aufforderung gefolgt sei, die Hunde anzuleinen." Nach einem Rundgang in der Burg habe er die Hunde auf dem Burgrundweg los gemacht. Das sei ein fataler Fehler gewesen.

Amt fordert einen Wesenstest

Auch wenn die Hunde nicht mehr ganz jung seien, sei ihr Jagdtrieb komplett da „und an diesem Tag mit ihnen durchgegangen“. Haub: „Die können noch so kaputt sein von einem langen Ausflug. Wenn ihnen was in die Nase kommt, dann sind sie weg. Aber in diesem Falle habe ich die Ziegen nicht gesehen und nicht damit gerechnet. Sonst hätte ich die Hunde nicht abgeleint“, beteuert der Warener.

Das Burg Stargarder Ordnungsamt hat der Warener Verwaltung bereits mitgeteilt, dass die Tiere einen Wesenstest machen müssen, denn sie seien „sofort als gefährlich einzustufen“. Ein Fall fürs kreisliche Veterinäramt also. Huskys stehen zwar nicht auf der MV-Liste der gefährlichen Hunde, der Landkreis kann aber für einen einzelnen Fall eine solche Auflage erteilen – mit Konsequenzen wie totalen Leinenzwang oder einer höheren Hundesteuer.

Dazu darf es nach Haubs Meinung nicht kommen: „Ich bin mir der Tragweite meines Fehlverhaltens sehr wohl bewusst, dieses ist in der Vergangenheit noch nicht vorgekommen und wird sich auch in Zukunft nicht wiederholen“, beteuert er.

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