Nach Beiß-Attacke:

Husky-Halter droht juristisches Nachspiel

Nachdem die Hunde in Burg Stargard zwei Ziegen und ein Lamm gerissen hatten, findet der Bürgermeister klare Worte. Aber auf eine Sache legt er keinen Wert mehr.

Tilo Lorenz, Bürgermeister von Burg Stargard, legt auf eine Entschuldigung keinen Wert mehr.
NK-Archiv Tilo Lorenz, Bürgermeister von Burg Stargard, legt auf eine Entschuldigung keinen Wert mehr.

Die Beiß-Attacke zweier Huskys aus Waren in Burg Stargard ist längst nicht ausgestanden. Das war auf Nordkurier-Nachfrage von Tilo Lorenz, dem Burg Stargarder Bürgermeister, zu erfahren. Demnach muss sich der Hundehalter nicht nur möglicherweise privatrechtlich mit den Eigentümern der gerissenen Ziegen auseinandersetzen, sondern auch mit einem „empfindlichen Bußgeld“ rechnen. „Das war verantwortungslos, was der Mann gemacht hat, als er seine Hunde ohne Leine laufen ließ. Dicht neben der Wiese, auf der die Tiere gerissen wurden, ist ein Spielplatz. Es hätte noch viel Schlimmeres passieren können“, sagt Lorenz.

Die Stadt werde den Fall zum Anlass nehmen, um darüber zu reden, ob nicht demnächst Schilder aufgestellt werden, die die Hundehalter deutlich an den Leinenzwang für ihre Vierbeiner erinnern. „Viele Hundehalter sind dort mit ihren Tieren unterwegs. Da ist noch nie was gewesen, aber sicher ist nun sicher“, so der Bürgermeister.

Eine Entschuldigung des Warener Hundehalters sei im Übrigen ausgeblieben. Lorenz sei zwar zu Ohren gekommen, dass dieser für den Schaden haften will, aber an die Kommune habe er sich nicht gewandt. „Darauf lege ich auch keinen Wert. Wer nicht einsieht, dass was falsch gelaufen ist, der muss nun auch nicht mehr kommen“, positioniert sich der Burg Stargarder Stadtchef.

Der Husky-Halter, dessen Tiere vor Kurzem zwei Ziegen und ein Lamm in Burg Stargard gerissen haben, bedauert im Gespräch mit dem Nordkurier den Vorfall. Er sei ein erfahrener Hundehalter und könnte auch ein Bußgeld akzeptieren. Allerdings hatte er Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen er schon öfter mit seinen Tieren in Burg Stargard aufgefallen sein soll. „Ich war zum ersten Mal dort“, so der Hunde-Besitzer. Seine Tiere müssen nun auf Geheiß der Ordnungsämter von Burg Stargard und Waren zum Wesenstest, um zu klären, ob von ihnen generell Gefahr ausgeht.

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