Ergebnis der Obduktion:

Leiche aus Alt Rehse ist Sarah H.

Die Obduktion brachte letzte Gewissheit – beim Leichenfund im Horrorhaus von Alt Rehse handelt es sich um die vermisste 32-Jährige.

Abgesperrt. Wegen Ruhestörung gerufen, fand die Polizei in Alt Rehse eine stark verweste Leiche. Doch wer ist die Tote?
Felix Gadewolz Abgesperrt. Wegen Ruhestörung gerufen, fand die Polizei in Alt Rehse eine stark verweste Leiche. Doch wer ist die Tote?

Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Der Leiche, die vor zehn Tagen entdeckt wurde, ist  Sarah H.  Das bestätigte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler aus Neubrandenburg am Mittwoch gegenüber dem Nordkurier. „Die Untersuchungen des Institutes für Rechtsmedizin Greifswald haben ergeben, dass es sich bei der Frau, deren Leiche am 9. August im Wohnhaus ‚Rethra‘ in Alt Rehse aufgefunden wurde, zweifelsfrei um die 32 Jahre alte Sarah H. aus Alt Rehse handelt.“
Damit sind die Ermittler ein Stück vorangekommen in dem mysteriösen Fall, der das Dorf seit zehn Tagen aufwühlt. Aus den Befürchtungen der Bürger ist nun Realität geworden. In der kleinen Gemeinde hatte man sich Sorgen um die Frau gemacht, die bei dem Tatverdächtigen lebte und seit Wochen nicht mehr gesehen wurde. Es habe zuvor immer wieder lautstarke Auseinandersetzungen in dem Haus gegeben. Ohnehin galt der Hausherr im Dorf als „schwierig“, hatte auch wegen seiner gellenden Musik wiederholt Polizei und Ordnungsamt auf den Plan gerufen. Wie an jenem Tag, als sein halb-nächtliches Trompetenspiel die Rehser wieder einmal nervte. Diesmal gingen die alarmierten Beamten ins Haus und machten den grausigen Fund. Die Leiche war so stark verwest, dass anfangs nicht einmal zu erkennen gewesen sei, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.
Laut Staatsanwalt  wird der Ex-Rethra-Wirt im Dorf dringend der Körperverletzung mit Todesfolge verdächtigt. Der 51 Jährige sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Zu den möglichen Todesumständen der jungen Frau machten die Ermittler am Mittwoch keine Angaben.  
Der Leichenfund in Alt Rehse hatte bundesweit öffentliches Interesse ausgelöst. Nicht zuletzt, weil Sarah H., die bis zu ihrem Verschwinden auch einen amtlichen Betreuer gehabt haben soll, seit ihrem Auftritt in der Kuppelshow „Schwer verliebt“ in die Schlagzeilen geraten war. Vor fünf Jahren hatte sie dort nach ihrer großen Liebe gesucht. Doch nun könnte ihr ausgerechnet die zum Verhängnis geworden sein.

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