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Im Winter schwebt die Feuerwehr

Die Feuerwehr ist in Waren nicht nur zur Stelle, wenn es brennt, sondern auch, wenn es auf der Müritz einen Unfall gibt. Bei zugefrorener Wasserdecke können die Kameraden nun sogar mit einem Luftkissenboot ausrücken.

Hersteller Axel Ostwald (stehend) erklärt Feuerwehrmann Raik Mühlenbeck, dass er stets gegenlenken soll.
Nadine Schuldt Hersteller Axel Ostwald (stehend) erklärt Feuerwehrmann Raik Mühlenbeck, dass er stets gegenlenken soll.

Für René Bensch und 16 weitere Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Waren heißt es in den kommenden Wochen sicherlich sehr oft: „Üben, Üben, Üben.“ Die 17 Blauröcke gehören zur Wassergefahrengruppe der FFW Waren und besitzen seit wenigen Wochen ein Luftkissenboot. „Es war eine Schenkung der DLRG St. Peter-Ording im Wert von 15 000 Euro“, sagt Wehrführer Harald Hackert. Er war mit den anderen Kameraden am Mittwoch am Kölpinsee und wurde von Hersteller Axel Ostwald ins Fahren eingewiesen. Jeder der Truppe musste mal mit dem 90 PS starken Boot hinaus aufs Wasser. „Es hat keinen Rückwärtsgang und auch keine Bremse“, sagt René Bensch, der die Wassergefahrengruppe leitet. Gelenkt werde mit dem Körpergewicht, aber wenn man Kurven fährt, muss man sich mit dem Körpergewicht reinlegen, schildert der 36-Jährige.

Durch das Luftkissen schwebe man zur Einsatzstelle, fügt er hinzu. Harald Hackert ist froh, dass es nun endlich mit dem Luftkissenboot geklappt hat. In den vergangenen Jahren hätte es schon vier oder fünf Einsätze gegeben, bei denen sie solch ein besonderes Gefährt gebraucht hätten. In dem Boot ist Platz für zwei Kameraden und einen Verunglückten. „Es ist auch salzwasserfest und luftgekühlt“, sagt Axel Ostwald.