Charterboot auf Kölpinsee drohte zu sinken:

Insassen kamen mit dem Schrecken davon

Einsatzkräfte von Wasserschutzpolizei, Wasserwacht und Feuerwehr retteten neun Personen aus Sachsen, die in Seenot geraten waren.

Ursache für das Leck war ein Schaden am Unterboot, durch das Wasser eingedrungen war.
Nadine Schuldt Ursache für das Leck war ein Schaden am Unterboot, durch das Wasser eingedrungen war.

Ein Charterboot drohte Sonnabendnachmittag auf dem Kölpinsee zu sinken. Auf dem Boot waren neun Personen aus Sachsen, darunter auch sechs Kinder. Die Personen hielten sich zu diesem Zeitpunkt gerade beim Damerower Werder auf Höhe des Wisentgeheges auf. Kurz nachdem der Notruf bei der Wasserschutzpolizei eingetroffen war, wurde auch die Warener Feuerwehr angefordert. Die Kameraden fuhren daraufhin mit einem Schlauchboot zur Unglücksstelle. Auch ein schnellfahrendes Boot der Wasserwacht sowie eines der Wasserschutzpolizei waren dorthin unterwegs. Als die Einsatzkräfte vor Ort waren, wurde entschieden, das defekte Boot an die Badestelle des Kölpinsees zu bringen, da dort das Wasser relativ flach ist. Vom Badestrand wurden die Bootsinsassen dann zu ihren Herbergen gebracht. Sie kommen noch einmal mit dem Schrecken davon.

Ursache für das Leck war ein Schaden am Unterboot, durch das Wasser eingedrungen war, sagten die Beamten vor Ort. Der Bootsführer habe daraufhin um Hilfe gerufen, um auf seine Lage aufmerksam zu machen. "Die Kinder sind in einem guten Zustand und fit, sie haben keinen Schock", sagte Polizeihauptmeister Thomas Reich von der Wasserschutzpolizei. Die Personen am Bord hatte zum Teil Wasserschutzwesten an.

Bereits am 16. April hatte es einen Vorfall mit einem Charterboot auf der Müritz gegeben. Damals hatte sich das Boot auf der Kleinen Müritz vor Vipperow festgefahren. Der Grund: Das Echolot hatte nicht einwandfrei funktioniert und falschen Tiefen-Angaben geliefert, sodass das Boot auf Grund lief. Auch am 27. März endete die Tour für einen Sportbootfahrer und seinen Mitfahrer durch den Reeckkanal bei Waren im Boden der Müritz. Das Boot fuhr sich dort im ufernahen Bereich fest. Der Grund: Der Mann hatte bei der Einfahrt in den Reeckkanal die rote Fahrwassertonne 56 auf der Binnenmüritz vor Waren übersehen.

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