SPD und Linken rufen zu Mahnwache auf:

Jetzt doch: NPD-Demo in Waren

Als der Landrat mit dem Verbot der für den vergangenen Sonnabend angemeldeten Demo auf der Müritz-Sail gedroht hatte, hatten die Rechtsextremen ihren geplanten Marsch durch Waren noch abgesagt. Heute aber wollen die Neonazis ihre braunen Parolen an der Müritz verkünden. 

Mit Zivilcourage - so wie hier in Demmin am 8. Mai - soll am Dienstag in Waren ein Contrapunkt zu den Rechtsradikalen gesetzt werden.
Bernd Wüstneck Mit Zivilcourage - so wie hier in Demmin am 8. Mai - soll am Dienstag in Waren ein Contrapunkt zu den Rechtsradikalen gesetzt werden.

Die Anmeldung zur Demo ging am Wochenende beim Landkreis ein – kurzfristig, aber fristgerecht. „Insofern haben wir keinen triftigen Grund, die vom NPD-Kreisverband angezeigte Versammlung unter freiem Himmel zu verbieten“, machte Kreis-Pressesprecherin Haidrun Pergande am Montagnachmittag klar. Wenn keine massive Gefährdung für Sicherheit und Ordnung bestehe – so wie noch bei der ursprünglich geplanten Demonstration inklusive Marsches über das Veranstaltungsgelände der Müritz-Sail –, greife das Versammlungsrecht.

"Abseits in der Ecke stehen"

Und so werden die Rechtsradikalen auf dem Neuen Markt ihre Kundgebung unter dem Titel „Wir sind nicht das Sozialamt der Welt – unsere Dörfer und Städte haben genug eigene Probleme“ durchführen. Allerdings werden ihnen die demokratischen Parteien das Feld nicht kampflos überlassen – SPD und Linke haben Mahnwachen angekündigt. „Das ist zwar verdammt kurzfristig, aber ich hoffe, dass wir noch Parteifreunde mobilisieren können“, will Sozialdemokrat Michael Löffler mit Sympathisanten Flagge zeigen.

 

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