Sozialberatung Röbel vor dem Aus?:

Jetzt gehen die Müritzer auf die Barrikaden!

Erst der Umzug, dann der mögliche Abbau des Beratungsangebotes – das Verschieben des kreislichen Sozialamtes ruft den Protest der Röbeler Bürger auf den Plan.

Leere Räume und keine Beratung mehr? Das will eine Röbelerin verhindern. Foto: Thomas Beigang
Leere Räume und keine Beratung mehr? Das will eine Röbelerin verhindern. Foto: Thomas Beigang

Obwohl der Landkreis angekündigt hat, den Beratungstag des Sozialamtes in Röbel zu erhalten, wollen die Röbeler kämpfen. Brigitte Krüger aus Röbel, die davon überzeugt ist, dass die Beratungsstelle des Kreises in der Bahnhofstraße vor dem Aus steht, hat jetzt eine Unterschriften-Aktion ins Leben gerufen. Sie sieht einen Zusammenhang mit dem angekündigten Umzug des Sozialamtes von Waren nach Neubrandenburg und befürchtet, dass damit auch die Beratungsstelle Röbel wegfallen soll. „Viele Menschen sind auf die Beratung vor Ort angewiesen. Sollte das Angebot in Röbel wegrationalisiert werden, würde das bedeuten, dass Hilfesuchende bis nach Neubrandenburg fahren müssten. Und das ist für viele Menschen nicht machbar“, erklärt sie.

Ihre Unterschriften-Aktion soll in dieser Woche starten. In Röbeler Geschäften sollen dann entsprechende Listen ausliegen, in denen sich die Menschen eintragen können, die sich ebenfalls für den Erhalt der Beratungsstelle einsetzen möchten. Doch das allein reicht Brigitte Krüger noch nicht: Sie hat sich ebenfalls an den Bürgerbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, gewandt und hofft dort auf Hilfe.

„Wenn erst einmal etwas wie so ein Beratungstag wegfällt, ist es schwer, den wiederzubekommen. Wir müssen uns jetzt engagieren“, findet die Röbelerin.

Sie hat sich Mitstreiter gesucht und ist dabei beim Lebenshilfswerk Waren auf offene Ohren gestoßen. Dessen Geschäftsführer Dieter Schröder hatte bereits vor einiger Zeit den geplanten Umzug des Sozialamtes nach Neubrandenburg scharf kritisiert. Das Lebenshilfswerk Waren hat rund 300 behinderte Mitarbeiter. Die meisten von ihnen haben häufig mit dem Sozialamt zu tun. „Wie soll das künftig gehen, wenn sie nach Neubrandenburg müssen“, fragt Schröder. Er sieht noch mehr Probleme: Vom Umzug des Sozialamtes und von Einschnitten im Beratungsangebot seien nicht nur die Mitarbeiter des Lebenshilfswerkes betroffen. „Jeder Aufstocker, Ältere, Bewohner von Pflegeheimen, sie alle haben mit dem Sozialamt zu tun und müssen nun weite Wege in Kauf nehmen“, erklärt der Warener.

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