Klage gegen Kreis läuft noch:

Kaufhaus Stolz hält an Bauplänen fest

Der Wille ist ungebrochen. Die Kaufhaus-Kette Stolz möchte in Waren bauen. Das Areal steht bereit. Trotzdem rücken weder Planer noch Baufahrzeuge an. Was ist da los?

Still ruht der „See“ - kommt es oder kommt es nicht, das Kaufhaus Stolz?
Thomas Türülümow Still ruht der „See“ - kommt es oder kommt es nicht, das Kaufhaus Stolz?

Ob das Kaufhaus Stolz nach Waren kommt, das ist noch immer offen. Fakt ist, dass die Immobilien Schmidt GmbH „nach wie vor großes Interesse daran hat, an der B 192 zu bauen. Wir brauchen allerdings Tatsachen, damit wir planen und loslegen können“, sagt Cindy Rosenbusch, Pressesprecherin des Unternehmens mit Firmensitz in Burg auf Fehmarn.

Das wünscht sich auch Maik Schmidt, Chef der Immobilien Schmidt GmbH in Waren, einer der Investoren. „Wir hätten gern, dass sich endlich was bewegt auf dem Grundstück, das wir extra dafür gekauft haben. Das soll sich ja irgendwann man auszahlen.“ Doch diese Rechnung hatte er ohne die Warener Stadtverwaltung gemacht.

Die Richter sollen es richten

Dort geht man davon aus, dass so ein Kaufhaus ungesunde Konsequenzen für die Geschäfte im Zentrum der Müritzstadt hat. Und stößt damit letztlich ins gleiche Horn wie diejenigen, die an besagter Stelle besser nichts entstehen lassen, was nach Konkurrenz riecht, wie etwa die Händler aus dem Warener Innenstadtverein. Zudem sei man sich sicher, dass das Kaufhaus-Angebot zu rund 80 Prozent das gleiche sei wie in der City. Als die Kreisverwaltung über das Baubegehren entscheiden wollte und die Stadt angehört wurde, erteilte diese nicht ihr Einvernehmen.

Somit blieb die Baugenehmigung aus. Daraufhin hatten die Investoren den Landkreis verklagt. Und das große Warten begann. „Dabei ist es im Grunde die Stadt, die uns das Bauen verwehrt. Aber wenn sie es nicht will und demzufolge beim Landkreis nicht befürwortet, dann entscheidet eben auch der Kreis nicht einfach dagegen“, schildert Maik Schmidt.

Denn dass es dazu kommen wird, dass die bekannte Kette, die in Deutschland 27 Filialen betreibt, doch noch baut, daran glaubt er immer noch fest. Nicht zuletzt hätte ein Gutachten, das die Greifswalder Richter in Auftrag gaben, herausgefunden, dass so ein Kaufhaus neben einem Discounter keine schädlichen Auswirkungen auf Gewerbetreibende in der City hätte. „Nun hängt wirklich alles an dem Ausgang unserer Klage. Noch gibt es kein Urteil“, bedauert der Investor. Aus dem Greifswalder Verwaltungsgericht gab es am Donnerstag leider keine Informationen.

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