Verzweifelter Brief an die Landesregierung:

Kein Geld mehr: Schuldnerberatung macht dicht

Ganz schlechte Nachrichten für Leute in Not. Der Verein Perspektive e.V. gerät selbst in eine schwierige finanzielle Lage.

Noch steht das Hinweisschild im Fenster. Aber wie lange noch?
Thomas Beigang Noch steht das Hinweisschild im Fenster. Aber wie lange noch?

Jetzt auch in Waren. Nachdem bereits andere Schuldnerberatungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Schließung bekannt geben mussten, werfen jetzt auch die Kollegen in Waren das Handtuch. Der Vorstandsvorsitzende des Trägervereins Perspektive e.V., Rajko Skupin, erklärte am Dienstag, dass wohl zum Jahresende die Beratungsstelle geschlossen werde. Der Grund für die Aktion: Der Verein sehe sich nicht in der Lage, die geforderten zehn Prozent der Kosten aus eigener Tasche zu tragen. Bislang teilten sich Land und Landkreis die Kosten zu je 50 Prozent, in Zukunft wollen die nur noch jeweils 45 Prozent tragen. "Rund 26 000 Euro müssten wir aufbringen", so Skupin. Das könne man aber nicht, ohne den gesamten Verein zu gefährden. Es sei bereits ein Brief an Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) unterwegs, in der die Folgen der Mittelkürzung durch die Politik beschrieben worden sind, hieß es.

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Kommentare (1)

Zur Verteidigung des Sozialministeriums muss man sagen, dass von dort ja weiterhin bis zu 50% gezahlt werden. Geht derselbe Brief auch an den Landkreis? Wenn man den letzten Sozialausschuss richtig verfolgt hat, wurde deutlich, dass sich eben der Landkreis aus der bisherigen Finanzierung viel stärker zurückzieht als das Land! Und dabei handelt es sich um eine KOMMUNALE Aufgabe, die das Land mit bis zu 50% unterstützt. Wenn der Landkreis die Richtlinie, die sich das Land zur Verteilung seiner Mittel gegeben hat, als Gesetz ansieht, das ihm selbst keinen Spielraum ließe, dann wird hier verkehrte Welt zu Lasten der Betroffenen und der Vereine gespielt!