Pachtvertrag zwischen Kreis und Stadt Waren ad acta gelegt :

Keine Flüchtlinge - kein Containerdorf

Die derzeit deutlich sinkenden Flüchtlingszahlen haben auch Auswirkungen auf die Müritzstadt. Die Pläne für den Bau mobiler Unterkünfte verschwinden in der Schublade. Vorerst.

Auf dem ehemaligen GHG-Gelände in Waren-West sollte ein Containerdorf entstehen. Doch das ist vorerst vom Tisch.
Jörg Carstensen Auf dem ehemaligen GHG-Gelände in Waren-West sollte ein Containerdorf entstehen. Doch das ist vorerst vom Tisch.

Monatelang hatte der Landkreis Druck auf die Stadt Waren ausgeübt, mehr oder weniger deutlich gefordert, der Einwohnerzahl entsprechend Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Als die Stadt den Forderungen nicht nach kam, einigten sich Stadt und Landkreis, auf dem ehemaligen GHG-Gelände an der Karl-Marx-Straße ein Containerdorf für 250 Flüchtlinge zu errichten. Dies sollte Ende September beziehbar sein.

Am Mittwochnachmittag aber machte der Landkreis einen Rückzieher. In Anbetracht der deutlich zurückgehenden Flüchtlingszahlen verzichtet der Landkreis darauf, für das GHG-Gelände den vorgesehenen Pachtvertrag mit der Stadt Waren abzuschließen. Mit anderen Worten: Die Fläche wird vorerst nicht benötigt, das Containerdorf kommt nicht.

Sollte der Bedarf nach Wohnraum für Flüchtlinge im Sommer diesen Jahres aber wieder ansteigen, wird neu verhandelt. Bis dahin verpflichtet sich die Stadt Waren, das GHG-Gelände nicht anderweitig zu verpachten – sondern quasi für ein Containerdorf frei zu halten.

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