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Kevin will den Rekord zurück

Im Schmetterlingshaus in Waren fielen am Sonntagnachmittag zwar nicht alle Dominosteine. Den Landesrekord haben sich zwei junge Männer mit ungewöhnlichem Hobby aber geholt. Und ein Warener hat noch Größeres im Sinn.

Gaaaanz vorsichtig: Kevin Pöhls setzt die letzten Steine, die seine Domino-Bilder miteinander verbinden sollen.
Simone Pagenkopf Gaaaanz vorsichtig: Kevin Pöhls setzt die letzten Steine, die seine Domino-Bilder miteinander verbinden sollen.

Oh, nein. Ein leises Aufstöhnen erfüllte Sonntagnachmittag das Schmetterlingshaus, in dem bis dahin nur das Klicken umfallender Steine zu hören gewesen war. Kurz vor dem Ziel hatte der letzte Mechanismus versagt. Die Mauer, die Kevin Pöhls als Abschluss noch aus rund 2600 Steinen gebaut hatte, blieb stehen. Dem Schreckmoment folgte aber rasch die erlösende Nachricht. Es hat trotzdem gereicht. Der Warener hat gemeinsam mit Sascha Wilzewski aus Hannover einen neuen Landesrekord im sogenannten Domino-Effekt aufgestellt. Und das mit 24519 gefallenen Steinen in einer Domino-Kettenreaktion. Damit ist der bis dahin gehaltene Rekord von Pasewalker Gymnasiasten mit gefallenen 21980 Steinen passé.

Rund 30 Stunden hatten die beiden jungen Männer an dem Bild gebaut. Gut ein Monat Planung ging voraus. „Das ist immer das Aufwendigste“, sagt Kevin, der seit zehn Jahren Bilder aus Dominosteinen baut und wieder einstürzen lässt. „Es können sich viele nicht vorstellen, was man aus diesen kleinen, unscheinbaren Steinen machen kann“, sagt er schmunzelnd. „Wenn die Kette dann klappt, ist das ein tolles Gefühl und das spornt immer wieder an.“

In gut einem Monat will der 17-Jährige es dann noch einmal ganz genau wissen. Dann hofft er, sich den Weltrekord zurückzuholen. Aus 43460 Steinen baut er dafür eine Pyramide.

Zwei Wochen wird der Aufbau der Pyramide dauern. Hier können schließlich keine Sicherheitszonen gelassen werden. Es werde noch mal viel gigantischer, als jetzt das Bild im Schmetterlingshaus. Allein drei Meter Durchmesser soll die Pyramide bekommen. „Am Ende müssen wir mit der Hebebühne ran, um an die Spitze zu kommen.“ Der Rekordversuch steigt am 14. Februar im Müritzeum, und zwar um 14 Uhr.

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