Hoffnung für Malchow:

Kommt das Pollmeier-Werk doch wieder in Gang?

Die Malchower Gerüchteküche brodelt. Alle Inselstädter warten gespannt auf eine Entscheidung zur Zukunft des Laubholzsägewerkes, die wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Gibt es neue Hoffnung für das Malchower Pollmeier-Werk? Die Zukunft wird es bald zeigen.
Thomas Beigang/Archiv Gibt es neue Hoffnung für das Malchower Pollmeier-Werk? Die Zukunft wird es bald zeigen.

Ralf Perske kennt die vielen Gerüchte, die sich gerade jetzt zu Beginn des neuen Jahres um das Laubholzsägewerk Pollmeier ranken. „Da wird viel geredet, aber entschieden ist bislang noch nichts“, betont Perske, der einst Betriebsleiter des Sägewerkes tätig war und nun im Vertrieb des Unternehmens arbeitet. Der Malchower kümmert sich außerdem darum, dass das Werk in einem guten Zustand bleibt. Wie viele Malchower hofft auch Perske natürlich darauf, dass sich die Pollmeier-Unternehmensspitze dafür entscheidet, das einst stillgelegte Werk im Malchower Gewerbegebiet wiederzubeleben.

Stein lässt sich in die Karten gucken

Bereits im Herbst 2014 wurden dazu erste Überlegungen laut – bestätigt auch vom Unternehmen selbst, das eine Entscheidung zu Beginn des Jahres 2015 angekündigt hatte. „Es gibt weiterhin interne Gespräche dazu“, bestätigt nun erneut Ralf Perske. Und: „Eine Entscheidung könnte kurz bevorstehen.“  Wasser auf die „Gerüchte“-Mühlen gab auch das Malchower Neujahrsgespräch, zu dem Stadtvertretervorsteherin Elke-Annette Schmidt und Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) geladen hatten: Stein vermeldete es dort als gute Nachricht, dass eine Wiedereröffnung des Werkes und damit neue Arbeitsplätze in Malchow möglich seien. 

2011 musste das Werk seine Tore schließen

1999 wurde das Pollmeier-Schnittholzwerk im Malchower Gewerbegebiet gebaut. Im Jahr 2000 lief die Produktion an. Rund 80 Mitarbeiter hatte das Werk damals, die meisten kamen aus Malchow und seiner Umgebung. Doch 2011 kam das Aus für das Werk: Bretter aus Massivholz seien nicht mehr so gefragt wie früher, hieß es damals. Der weltweite Schnittholz-Anteil war um 40 Prozent gesunken. Die Nachfrage nach Massivholz brach ein, die Wälder in Mecklenburg-Vorpommern konnten dennoch nicht die geforderten Mengen Holz an das Malchower Werk liefern. Zunächst wurde rund die Hälfte der einst rund 80 Mitarbeiter entlassen, schließlich alle. Den Sozialplan, den Eigentümer Ralf Pollmeier damals aufgestellt hatte, wurde realisiert. Einige Malchower haben auch das Angebot angenommen, die Inselstadt zu verlassen und ins Stammwerk zu wechseln.

Über Jahre hinweg wurde gemeinsam mit der Stadt Malchow, mit Mecklenburg-Invest, der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und dem Wirtschaftsministerium nach einem Käufer für das Sägewerk gesucht – erfolglos. Das Unternehmen Pollmeier betreibt derzeit zwei Laubholzsägewerke – in Aschaffenburg (Bayern) und Creuzburg (Thüringen).

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