Neuer Lärmaktionsplan:

Kommt die Umgehung per Umleitung?

Die Mehrheit der Warener hatte eine Ortsumgehung für die Müritzstadt abgelehnt – die Mehrheit im Umweltausschuss der Stadtvertretung will die Trasse aber wieder im neuen Lärmaktionsplan verankert sehen. Außerdem sollen neue Inseln und Tunnel her.

Autos und Laster reihen sich auf der B 192 in Waren aneinander. Täglich passieren bis zu 27 000 Fahrzeuge das Heilbad - und das nicht gerade im Flüstergang.
Winfried Wagner Autos und Laster reihen sich auf der B 192 in Waren aneinander. Täglich passieren bis zu 27 000 Fahrzeuge das Heilbad - und das nicht gerade im Flüstergang.

Kaum hat die Stadtvertretung in Waren vor wenigen Tagen beschlossen, den Einwohnerantrag der Bürgerinitiative „Pro Ortsumgehung“ für gültig zu erklären und sich mit den Forderungen der 2300 Unterzeichner nach Lärm- und Staubschutz zu beschäftigen, hat auch die Mehrheit im Umweltausschuss des städtischen Parlaments ihre Meinung geändert.

Anders als während seiner Sitzung Mitte September empfahl der Ausschuss jetzt die Wiederaufnahme der Ortsumgehung in die Neufassung des städtischen Lärmaktionsplans. Endgültig darüber entscheiden muss jedoch die Stadtvertretung. Ob allerdings die vielen Unterschriften für die Meinungsänderung im Ausschuss eine Rolle spielten, wusste dessen Vorsitzender Rainer Espig (Linke) nicht zu sagen.

Abgelehnt wurde hingegen – wie schon im September – das generelle Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf der B 192 durch die Stadt. Dafür stimmte die Mehrheit für den Bau von Kreisverkehren an der östlichen und westlichen Einfahrt und für die Errichtung von drei Verkehrsinseln in der Mozart- und in der Strelitzer Straße.

Fußgängertunnel unter B 192

Und geht es nach dem Willen des Umweltausschusses soll auch ein Fußgängertunnel unter der B 192 gegenüber dem Volksbad gebaut werden. Auch die Installierung einer grünen Welle entlang der Magistrale und die Suche nach geeigneten Standorten für Lärmschutzwände fand die Mehrheit. „Wir sind verpflichtet, die Grenzwerte für Feinstaub und Lärm einzuhalten. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.“ Maria Patzelt, Sprecherin der Bürgerinitiative „Pro Ortsumgehung“, sagte, der Lärm müsse dauerhaft um wenigstens zehn bis 15 Dezibel gesenkt werden.

Stimmt die Stadtvertretung in Waren auf einer ihrer nächsten Sitzungen der Neufassung des Lärmaktionsplans zu, muss die Stadt mit dem zuständigen Straßenbauamt in Neustrelitz über die formulierten Möglichkeiten der Lärmeindämmung verhandeln. Aber auch dabei schwant Rainer Espig nicht viel Gutes. Denn ein guter Teil der hohen Kosten, so vermutet der Kommunalpolitiker, werden dabei wohl auf die Stadt zukommen.

 

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