Schildbürgerstreich?:

Kraaser Feuerwehrauto zu groß für die Garage

Was nicht passt, wird passend gemacht. Erst recht, wenn es um das neue Löschauto geht. Das ist nicht nur flott, sondern quasi auch füllig. In die alte Unterkunft passt der nicht. Jetzt brauchen die Kraaser eine Idee. Aber welche?

Dieses Mercedes-Löschfahrzeug löst den alten Robur ab, mit dem die Kraaser Kameraden bisher zu Einsätzen fuhren.
Monika Jacobs Dieses Mercedes-Löschfahrzeug löst den alten Robur ab, mit dem die Kraaser Kameraden bisher zu Einsätzen fuhren.

Nun haben die Feuerwehrmänner von Kraase endlich ihr neues Löschauto, und dann passt es partout nicht in die Garage. Es sei denn, die Kameraden wollen nach ihrem ersten Einsatz mit dem „Neuen“ ohne Blaulicht und mit einem roten Cabrio fahren. Der neue Flitzer ist höher als die Garage. Ergo: Die Garage muss tiefer werden. So sind die Mannen nun in jeder freien Minute im Einsatz und graben bis zu 40 Zentimeter in die Tiefe, damit dann hoffentlich bald alles passt.

Ein Schildbürgerstreich? Nein, wie Bürgermeister Thomas Diener (CDU) versichert. „Das Auto kommt vom Katastrophenschutz des Landkreises. Wir haben es abgekauft, obwohl wir wussten, dass es bei uns nicht ins Haus passt.“ Aber der alte Wagen sei kaputt und man brauchte einen neuen. Dafür sei man gern bereit, auch zu buddeln. Ist eben alles eine Frage der Größe, auch für die Kameraden in Kraase. 

Erst in die Werkstatt, dann aufs Dorf

Mit seinen rund 40 000 Kilometern auf dem Buckel könnte sich der Löschwagen aus den 1990er-Jahren sehen lassen. Ob er nun auch unter der Haube so gut rüber kommt wie von außen, das klären Fachleute in einer Werkstatt in Groß Plasten. Erst wenn die ihr Okay geben, dann darf der Wagen auch  in sein bis dahin hoffentlich passendes Schutzhäuschen. Ralf Stoll vom Plastener Technik-Center bereitet das Feuerwehr-Fahrzeug für die TÜV- Abnahme vor. „Motor und Fahrwerk sind in Ordnung.“ Dann kann es nun bald die in tiefer gelegte Garage nach Kraase fahren. Doch das Buddeln im Garagen-Boden ist ja auch nicht für lau zu haben:  „Spenden und Eigenleistung der Kameraden“ winkt Thomas Diener ab.

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