Fehlalarmierung der Feuerwehr Groß Kelle:

Kreis weist Kritik an Leitstelle zurück

Warum sind die Groß Keller Feuerwehrleute in der Sturmnacht umsonst ausgerückt? Auf diese Frage gibt jetzt der Landkreis eine Antwort.

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Licht ins Dunkel der Fehlalarmierung der Groß Keller Feuerwehr versucht jetzt der Landkreis zu bringen, der auch für die Rettungsleitstelle zuständig ist. Die Groß Keller Kameraden waren in der Sturmnacht am 31. März von der Leitstelle zu einem Einsatz geschickt worden: Bäume waren angeblich umgeknickt und blockierten die Straße nach Röbel. Zu erledigen gab es allerdings für die Groß Keller nichts: Die Straße war frei, der Einsatz wurde abgebrochen.

Groß Kelles Wehrführer Stefan Reincke hatte die Fehlalarmierung kritisiert, weil sie auch die Sicherheit seiner Leute gefährdete. Kreissprecherin Haidrun Pergande erklärte, dass in der Sturmnacht nachweislich um 20.49 Uhr ein Notruf bei der Leitstelle einging. „Gemäß der Ausrücke-Ordnung sind die örtlich zuständigen Feuerwehren Groß Kelle und Gotthun alarmiert worden. Warum die Kameraden der Wehren keine Bäume vorfanden, ist in der Leitstelle nicht bekannt“, informierte die Kreissprecherin.

400 Notrufe in einer Stunde

An dem Abend seien allerdings auch Mitarbeiter der Straßenmeistereien im Einsatz gewesen, die eigenständig Behinderungen auf dem Straßennetz beseitigt hätten. „Möglicherweise waren sie oder andere Helfer hier zuvorgekommen“, so Haidrun Pergande weiter.

Sie machte deutlich, dass während des Sturms am Dienstag fast vierhundert Notrufe in der integrierten Rettungsleitstelle innerhalb weniger Stunden eingegangen seien. Das Personal in der Rettungsleitstelle sei wohlweislich mit doppelter Besatzung im Dienst gewesen, so die Kreissprecherin. „Die Disponenten waren zu jeder Zeit in der Lage, die eingehenden Notrufe korrekt zu bearbeiten“, betont sie.

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