Malchow hegt große Pläne:

Kur-Packung für eine neue stadtnahe Oase

Immer wieder ist der Kurpark der Stadt Malchow ein Thema, aber nicht immer positiv. Zu wenig gepflegt, nicht zu Ende gebaut, vernachlässigt, hagelte es Kritik. Jetzt will die Stadt den großen Wurf und legt einen neuen Plan vor.

Auf dem Papier ist der neue und nun auch größere Kurpark schon fertig. Das Projekt wurde von Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.
Petra Konermann Auf dem Papier ist der neue und nun auch größere Kurpark schon fertig. Das Projekt wurde von Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

Das, was heute in Malchow als Kurpark bezeichnet wird, ist ein kleines Areal mit Wegen und jungen Bäumen – unweit der Reha-Klinik „Malchower See“. Dieses Gebiet jedoch Park oder gar Kur-Park zu nennen, scheint zu hoch gegriffen. „Aber da wollen wir hin“, macht Malchows Bürgermeister Joachim Stein (Grüne) deutlich.

Den jetzigen Kurpark bezeichnet er heute als „ersten Ansatz“ – kein Vergleich zu den neuen Plänen, die bereits zu Papier gebracht wurden. Auf der Sitzung des Malchower Stadtentwicklungsausschusses wurden die jetzt vorgestellt. Aus besagtem Ansatz soll eine innenstadtnahe Oase werden. Ein Bebauungsplan soll entwickelt werden, der auch die Industriebrache „Alte Sägerei“ mit umfasst.

Der neue Kurpark soll nicht nur viel Grün zur Erholung bieten, sondern auch für eine Mini-Kur nutzbar sein: Ein Rosengarten und Sitzgelegenheiten sind geplant, ein Barfuß-Pfad soll gebaut werden, ein Wasserlauf soll den Park strukturieren, Tischtennis-Platten zu Bewegung einladen – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die alte Schnitterkaserne, die unter Denkmalschutz steht, soll eine neue Nutzung bekommen: Sie kann Kurmittelhaus werden. Denn Malchow verfügt über ein Heilmittel: Moor, dessen gesundheitsfördernde Wirkung durch Gutachten bereits nachgewiesen wurde (der Nordkurier berichtete). „Es gibt bei Malchow drei Moor-Vorkommen, die sich im Stadtbesitz befinden. Die Moorerde kann beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen und bei Beschwerden des Bewegungsapparates angewendet werden“, erklärt Joachim Stein.

Der Bürgermeister setzt darauf, dass der neue Kurpark nicht nur für die Patienten der Reha-Klinik interessant ist, sondern auch von den Malchowern und ihren Gästen genutzt wird.

Das aber ist noch längst nicht in Papier und Tüten: Immerhin vier Eigentümern gehören Teile des Gebietes, das zum neuen und damit auch größeren Kurpark werden soll.

Wie Stein sagt, habe die Stadt die mündliche Zusage aus dem MV-Wirtschaftsministerium, dass das Vorhaben gefördert werden kann.

 

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