Hörspielproduktion:

Labile Superhelden auf Therapie-Kreuzfahrt in Waren

Von A wie Aufnahme bis Z wie zentrale Figur: In der RAAbatz Medienwerkstatt lernen Schüler alles rund um das Thema Hörspielproduktion. Bei ihrem eigenen Drehbuch lassen sie ihrer Fantasie freien Lauf.

Gemeinsam schreiben die Schülerinnen und Schüler an einem Drehbuch.
Vera Odilia Nick Gemeinsam schreiben die Schülerinnen und Schüler an einem Drehbuch.

Wovon könnte ein Hörspiel handeln, das von Kindern und Jugendlichen produziert wird? Natürlich von Superhelden. Statt sich in ihren Herbstferien mit Faulenzen, Spielen und Freunden treffen die Zeit zu vertreiben, setzen sich sieben Schüler freiwillig an einen Tisch in der RAAbatz Medienwerkstatt in Waren, um fleißig zu sein. Eine Woche lang verbringen sie damit, sich eine Geschichte für ein selbst produziertes Hörspiel auszudenken. Dabei lernen die jungen Menschen alles vom Entwickeln der verschiedenen Charaktere, über das Schreiben eines Drehbuches, bis hin zu einem fertig vertonten Hörspiel. Unterstützt werden sie von Mandy Vannauer und David Tripphahn vom NB-Radiotreff 88,0 aus Neubrandenburg.

Die Medienpädagogen bringen den Kindern und Jugendlichen zwischen 10-15 Jahren alles rund um das Thema Hörspiel bei. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. „Unsere Geschichte handelt von einer Gruppe Superhelden, die lange keine Erfolge mehr hatten. Um wieder Kraft zu tanken und Probleme zu lösen, machen sie alle gemeinsam eine Kreuzfahrt“, erzählte Annika Schatz. Die 15-Jährige opfert gerne ihre Ferien für den Workshop: „Wir reden in der Schule nicht so viel über Medien und daher gehe ich sehr oft in meiner Freizeit hier her. Es macht mir richtig viel Spaß und ich bin gespannt, wie das Hörbuch sich am Ende anhört.“ Auch Robert Schwartz freut sich schon auf das Ergebnis: „Ich finde den Kurs hier sehr, sehr gut und habe auch schon gelernt, was für ein Drehbuch wichtig ist. Jetzt muss es nur noch fertig werden und sich gut anhören“, sagte der 14-Jährige. Damit der Schüler sich seine Figur ganz genau vorstellen kann, nutzt er einen Trick: „Ich zeichne mir den Charakter auf Papier vor und weiß so ganz genau, wie er aussieht.

Das ist zwar für das Hörspiel nachher nicht wichtig, aber für mich, damit ich ihn immer vor mir habe.“ Was schnell auffällt: Eine Hauptrolle spielt auch köstliches Gebäck in der Geschichte, wie bei Begriffen wie „Cookie-Island“ deutlich wird. „Wir haben ganz zu Beginn des Workshops eine Schüssel voll Kekse auf den Tisch gestellt und das hat die Schüler so inspiriert, dass sich jetzt viel in ihrer Geschichte darum dreht“, erklärte Anja Schmidt von der Medienwerkstatt. „Für maximal acht Kinder und Jugendliche ist der Kurs ausgelegt. Das ist die ideale Anzahl, um die Schüler individuell zu stärken und auf sie jederzeit eingehen zu können“, sagte Anja Schmidt. Nur für sich selbst machen die Schüler das Hörspiel nicht: „Noch steht es zwar nicht hundertprozentig fest, aber es soll vielleicht beim NB-Radiotreff ausgestrahlt werden. Das wäre für die Kinder natürlich eine großartige Erfahrung“, sagte Anja Schmidt von der Medienakademie.

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