Knapp ein Jahr nach dem Brand:

Langsam verheilt in Mönchshof eine Wunde

Wie aufgeschlitzt sah der Dachstuhl nach dem Feuer in Mönchshof bei Wredenhagen aus. Überall war Wasser ins Gebäude eingedrungen. Heute, elf Monate später, ist von dem Brand nicht mehr viel zu sehen.

So sah es aus, das Haus nach dem Brand zu Jahresbeginn. Eine schwere Aufgabe für die Anwohner.
Enders So sah es aus, das Haus nach dem Brand zu Jahresbeginn. Eine schwere Aufgabe für die Anwohner.

Ende Januar war es, als in Mönchshof bei Wredenhagen ein Haus in Flammen stand. Das Ehepaar, das darin wohnte, verlor alles Hab und Gut. Der Dachstuhl glich nach den Löscharbeiten einem verkohlten Balkenskelett. Die Bewohner fanden auf dem Hof in einem Ferienhaus vorübergehend eine Bleibe. Inzwischen sind knapp elf Monate vergangen. Und noch gibt es Spuren von dem Brand. Aber das Gebäude ist weitgehend wieder hergestellt.

Indes war kurz nach dem Feuer eine Welle der Hilfsbereitschaft in der Gemeinde angelaufen – ganz ohne große Worte, von privat zu privat. Einwohner brachten Kleidungsstücke vorbei und hörten sehr genau hin, welche Dinge benötigt wurden. Die Bewohner selbst wollten nicht viel Aufsehen um sich machen. Sie waren durch den Schock erst mal sprachlos und gingen auch Zeitungsnachfragen aus dem Weg. Aber für die Unterstützung zeigten sie sich dann sehr dankbar.

Ein Geruch nach Feuer und Rauch

Derweil hatten die Brandursachenermittler unmittelbar nach dem schrecklichen Szenario nach den Gründen für das Feuer gesucht. Die anfängliche Vermutung, dass ein elektrischer Defekt die Ursache war, erhärtete sich nach den Untersuchungen, verlautete seinerzeit aus Polizeikreisen.

Das ganze Ausmaß der Katastrophe war erst nach den Löscharbeiten ersichtlich. Noch Tage später roch es nach Feuer und Verkohltem. Die bittere Kälte, die zur Brandzeit in Mönchshof und überhaupt in der Müritzregion herrschte, hatte auch den Helfern zugesetzt. Rund um das Gebäude machten Eisbahnen den Feuerwehrkräften schon während des Einsatzes zu schaffen. Doch das Schlimmste: Der Hydrant war eingefroren. Ein Landwirt aus Kambs half mit einem großen Güllewagen, 25 000 Liter fasste das Behältnis, das wertvollen Nachschub an Wasser lieferte.

Der Schreck ist bis heute in dem Ortsteil allgegenwärtig, auch wenn die Wunde langsam verheilt und das Haus hoffentlich bald wieder bezogen werden kann.

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