"Zu keinem Zeitpunkt Gewalt angetan":

Leiche von Alt Rehse - ominöses Papier im Netz aufgetaucht

Der Fall der verwesten Frauenleiche von Alt Rehse wird immer mysteriöser. Während der Tatverdächtige in Untersuchungshaft sitzt, ist nun ein merkwürdiges Dokument in den sozialen Netzwerken zu lesen.

Das Grundstück am Dorfteich von Alt Rehse ist nach dem Leichenfund von Dienstag mit Warnbband abgesperrt.
Carina Göls Das Grundstück am Dorfteich von Alt Rehse ist nach dem Leichenfund von Dienstag mit Warnbband abgesperrt.

Welchen Glauben man der "eidesstattlichen Erklärung" schenken kann, die jetzt im Internet über den Tatverdächtigen aus Alt Rehse aufgetaucht ist, lässt sich noch nicht beurteilen. In dem ominösen Schriftstück, datiert auf Ende Mai dieses Jahres und mit Stempel, betont der 51-jährige in U-Haft Sitzende unter anderem, dass er seiner Freundin Sarah H. zu keinem Zeitpunkt Gewalt angetan habe. Er habe sich zu keinem Menschen aggressiv verhalten.

Weitere Ermittlungsergebnisse Montag erwartet

Unterzeichnet ist das im Internet zu lesende Papier unter anderem von dem Tatverdächtigen und seiner Lebensgefährtin Sarah H., die seit mehreren Wochen in Alt Rehse von den Dorfbewohnern vermisst wird. Dass sie die Leiche ist, die am vergangenen Dienstag zufällig im Haus des Verdächtigen gefunden worden war, davon geht man in der Gemeinde aus. Bestätigt ist das aber nicht. Bis jetzt sind die Ermittler nur sicher, dass es eine Frau ist. Am Montag sollen voraussichtlich weitere Ergebnisse von der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben werden, nachdem man sich in der Rechtsmedizin Greifswald dem Zahnstatus und dem Erbgut der stark verwest aufgefundenen Leiche gewidmet hat.

Nachdem die Polizei am Dienstag wegen Lärms in die Ex Gaststätte "Rethra" nach Alt Rehse gerufen worden war, hatten die Beamten die Leiche gefunden. Der Hausherr war zum wiederholten Mal durch Lärm in der Gemeinde aufgefallen. Sarah H. soll erst seit wenigen Monaten bei dem 51-Jährigen gelebt haben und bereits am Anfang der gemeinsamen Zeit zum Schutz in ein Frauenhaus gebracht worden sein. Ob das ominöse Papier tatsächlich existiert, und ob es gar im Zusammenhang mit dem Aufenthalt der jungen Frauen im Güstrower Schutz-Haus steht, all das ist noch offen und wird in den kommenden Tagen die Ermittler in dem Fall beschäftigen.

Lesen Sie mehr zum Fall der Frauenleiche in Alt Rehse hier.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung