Müritz-Saga:

Leider kein Besucherregen im sonnigen August

Nur noch bis morgen wird gekämpft auf der Freilichtbühne Waren. Darüber hinaus kämpfen die Macher der Müritz-Saga um mehr Unterstützung.

Viel Bewegung ist auf der Bühne der Müritz-Saga.
Jörg Döbereiner Viel Bewegung ist auf der Bühne der Müritz-Saga.

„Es war ein wunderbarer Sommer“, findet Nils Düwell. Natürlich meint der Regisseur der Müritz-Saga nicht nur allgemein das Wetter, sondern vor allem auch die Auswirkungen von Sonnenschein und Urlaub auf sein Open-Air-Spektakel. Ein wunderbarer Sommer trotz verhaltenen Augusts. Denn eine schlechtere Prognose als im Vorjahr hätte der Regisseur wohl auch kaum treffen können - da war die Müritz-Saga wegen Dauerregens nämlich buchstäblich ins Wasser gefallen. Was den diesjährigen Besucher-Regen auf der Freilichtbühne Waren betrifft, hebt Düwell besonders den Juli hervor. Doch prompt mit dem Ferienende der neuen Bundesländer endete auch der Besucherstrom zu „Gottesfurcht im Niemandsland“. Und so glaubt Düwell nicht mehr daran, dass die Marke 18 000 noch erreicht wird. Woran lag‘s? Wohl kaum am Profi-Team der Schauspieler um Ute Lubosch und Hardy Halama, auch nicht am „großartigen, harmonischen“ Laien-Ensemble. Stattdessen: Weniger Gäste an der Müritz überhaupt. „Das ist die Ernte der letzten beiden Regenjahre“, vermutet Düwell. „Die Urlauber scheinen die Erfahrung gemacht zu haben, dass  Müritz-Ferien bei schlechtem Wetter nicht attraktiv genug sind - und kommen nicht wieder.“ Die Stadt und auch der Landkreis müssten sich dringend Gedanken machen, wie Urlaub in der Region besser vermarktet werden kann. 

Düwell würde sich mehr Unterstützung wünschen, etwa wie dies die Stadt Grevesmühlen beim Piraten-Open-Air tue. Über die Unterstützung durch mittelständische Warener Unternehmen hingegen könne sich Düwell nicht beklagen. Und über die von Fans als besonderes Bonbon auch nicht: So habe ein Schweizer älterer Herr, der bereits zum vierten Male  das Spektakel an der Müritz besuchte, extra aus dem Alpenland eine Tafel echter Swyzer Schokolade für das Team mitgebracht. Ein süßer Trost sicher auch für den Hauptdarsteller, um dessen möglichen Ausfall das Ensemble längere Zeit zittern musste: Er hatte sich nämlich das Knie verdreht. Doch dank der Aufwartung aller Künste Warener Physiotherapeuten und Osteopathen war eine lückenlose Aufführung möglich geblieben.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung